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"Böser Bube" mal ganz brav

NORDLÜNEN Ob der Narr wahrhaftig weise oder der Weise nur ein versteckter Narr ist, da streiten sich die Gelehrten. Wie närrisch ist eigentlich Udo Cieslukowski, der Präsident der Karnevalsgesellschaft „Böse Buben“? Dieser und anderen Fragen ging RN-Redakteur Karl-Heinz Knepper nach.

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Sind Sie gentechnisch verändert? Cieslukowski: Was bin ich?

Gentechnisch verändert, also rheinländisch-familiär vorbelastet? Cieslukowski: Ne, meine Vorfahren kamen aus Polen.

Wie wird man eigentlich jeck? Cieslukowski: Mein Vater hat immer gesagt, er habe mir das Lachen mit in die Wiege gelegt, aber richtig angesteckt hat mich mein Schwiegervater, Ignatz Jücker, ein überaus lustiger und heiterer Mensch.

Sind alle Cieslukowskis befallen? Cieslukowski: Alle, ohne Ausnahme, Ehefrau Irmgard genau so wie Tochter Iris und Sohn Matthias und Udo Cieslukowski nicht zu vergessen.

Aha. Das sind Sie? Cieslukowski: Immer noch. Bleibt wohl auch so.

Seit wann sind Sie Präsident der Böben Buben und wie kamen Sie zu der Truppe? Cieslukowski: Der Udo Cieslukowski ist seit 25 Jahren Präsident. Zu den Buben kam er eigentlich durch August Budde, den früheren Chef der 3. Kompanie. August hat immer gesagt, Udo, Du hast soviel humoristisches Talent, Du gehörst zu den Narren.

Wo kommt dieser geniale Name her? „Böse Buben“? Haben die früher aus Frust Aschermittwoch Straßenlaternen geklaut? Cieslukowski:  Also ehrlich, ganz genau kann ich das auch nicht sagen. Das geht wohl auf einen frühen Kalauer der Gründer zurück, zu denen Heinrich Bössing senior und Paul Rütershoff gehörten.

Wer ist närrischer, Mann oder Frau? Cieslukowski: Die Frau. ganz klar. Aber im positiven Sinne. Frauen reagieren auf Karneval und Spaß offener und spontaner als die Männer. Es dürfen nur keine Zoten kommen.

Einige sagen, Sie würden engagierte Mitstreiter gerne weg beißen. Stimmt das? Cieslukowski: Wer mit Udo Cieslukowski Hand anlegen will, der muss 100-prozentig mitziehen. Alles, was man anpackt, muss man mit ganzem Herzen machen. Auch im Karneval.

Ihre Büttenreden sind eine Marke für sich. Träumt man so was? Cieslukowski: Das ist das Produkt harter Arbeit, das manchmal im Keller entsteht bei selbst gemachtem Bärenfänger und einer Flasche Bier.

Nachwuchs-Sorgen? Cieslukowski: Aber hallo, und zwar ernste.

Wie ernst? Cieslukowski: So ernst, dass ich mich freuen würde, wenn wir in fünf Jahren noch „Lünen Helau!“ rufen könnten.

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