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Tier hing im Lüner Südpark fest

Bürgerarbeiter retten Rehbock das Leben

LÜNEN Als Lebensretter können sich Reinhard Grünier, Harry Mixdorf und Mario Eggert fühlen. Die drei Bürgerarbeiter im Südpark in Lünen halfen dabei, am Montag (9. April) einen etwa fünf Jahre alten Rehbock aus einer lebensbedrohlichen Klemme zu befreien.

Bürgerarbeiter retten Rehbock das Leben

Rehbock in Not: Das etwa fünfjährige Tier hatte sich mit den Hörnern in einem Seil verfangen und hing hilflos an einem Busch fest. Foto: Eggert

Was war passiert? „Gegen 7.15 Uhr hat ein Spaziergänger mit Hund bemerkt, dass sich ein Rehbock mit seinen Hörnern in einem Seil verfangen hat und an einem Busch festhängt“, so Reinhard Grünier. Der Bürgerarbeiter der AIL (Arbeitsloseninitiative Lünen) eilte mit seinen Kollegen zum verängstigten Tier und erkannte den Ernst der Lage.

Der Rehbock befand sich im Bereich des ehemaligen Bolzplatzes (heutige Obstwiese) und habe sich kaum noch auf den Beinen halten können: „Wir haben dann sofort die Feuerwehr und die Polizei angerufen.“

Jagdaufseher kam

Zuständigkeitshalber sei ein Jagdaufseher informiert worden und gegen 8.50 Uhr gekommen, berichten Reinhard, Mario und Harry, die gemeinsam mit dem Jagdaufseher die Rettungsaktion angingen. Wenn er das Tier nicht freibekomme, müsse er es erschießen, habe der Jagdaufseher gesagt. Den Rehbock erschießen? Das konnte sich Harry, der ein Tierfreund ist, nicht vorstellen. Daher versuchte er, das Tier zu beruhigen und es so gut wie möglich zu umklammern, was ihm auch gelungen sei. Der Jagdaufseher habe dann den Kopf des Tieres genommen, nach unten gedrückt und das verschlungene Seil aus den Hörnern entflochten.

Nicht ungefährlich

Die Aktion war nicht ungefährlich, da Rehe relativ scharfe Klauen haben und in Panik treten und ihre Retter ernsthaft hätten verletzen können. Doch zum Glück ging alles gut: Harry, Reinhard und Mario freuen sich darüber, dass der Rehbock nur leichte Blessuren am Gehörn davongetragen und sich schnell wieder in den Wald verzogen hat. „Ich habe noch ganz weiche Knie“, sagt Harry.

Tiere sind Leidtragende

Unverständlich sei ihm und seinen Kollegen, warum manche Menschen Unrat und Abfall in der Natur entsorgen und sich nicht dafür verantwortlich fühlen. Tiere seien die Leidtragenden und hätten das nicht verdient, bedauern die Bürgerarbeiter und erinnern auch an die Leinenpflicht für Hundehalter. Jüngst sei ein Reh aufgefunden worden, dessen Hinterläufe gebrochen waren, wohl als Folge von Hundebissen.

In einer ersten Version hatten wir berichtet, dass ein Förster vor Ort gewesen sein soll. Stattdessen handelte es ich um den Jagdaufseher. Wir haben den Fehler korrigiert.

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