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Diskussion um Lüner Steag-Nachnutzung

CDU bringt Entlastungsstraße zum Gewerbegebiet ins Gespräch

Lünen Verkehrsthemen sind in Lünen ein Dauerbrenner. Die CDU will eine neue Straße prüfen lassen. Die GFL mahnt ein von ihr gefordertes Konzept für den Lkw-Verkehr an.

CDU bringt Entlastungsstraße zum Gewerbegebiet ins Gespräch

Das Steag-Kraftwerk soll im März 2018 stillgelegt werden. Foto: Foto Steag

Seit die Steag die Stilllegung ihres Kraftwerks an der Moltkestraße für März 2019 angekündigt hat, machen sich Stadt und Politik Gedanken über die künftige Nutzung der Fläche. Gewerbegebiet lautet eine naheliegende Option. Dann braucht es aber eine neue Verkehrserschließung. Davon ist die CDU-Fraktion überzeugt.

Die Christdemokraten wollen daher die Machbarkeit einer Straßenverbindung von der Einmündung Dortmunder Straße/Kupferstraße bis zur Brunnenstraße prüfen lassen. Diese Straße, so die CDU, könne auf einer ehemaligen Bahntrasse des Lippewerkes entstehen und ein neues Gewerbegebiet Steag mit dem überörtlichen Straßennetz verknüpfen.

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„Das Industriegebiet Lippholthausen ist zurzeit nur über die Brunnenstraße und Moltkestraße erreichbar. Beide Straßen sind heute schon mit dem Verkehr hoch belastet, sodass weitere Verkehre für eventuelle neue Gewerbeansiedlungen auf dem jetzigen Steag-Gelände zu einem Verkehrskollaps führen könnten“, argumentieren die Christdemokraten.

Weitere Belastungen auf der Moltkestraße seien auch den Anwohnern nicht zumutbar. Deshalb ist es nach Ansicht der CDU-Fraktion dringend erforderlich, einen Großteil des Verkehrs außerhalb von Wohnbebauung fließen zu lassen. Das würde auch zu einer Entlastung der Kreuzungen Moltkestraße/Konrad-Adenauer-Straße bzw. Konrad-Adenauer-Straße/Dortmunder Straße/Victoriastraße führen.

Studie bis 2018

Die Studie zur Machbarkeit der neuen Straße soll nach Vorstellung der CDU bis Ende 2018 vorliegen.

CDU bringt Entlastungsstraße zum Gewerbegebiet ins Gespräch

Rot markiert die von der CDU angeregte neue Straße. Die Christdemokraten streben dazu eine Machbarkeitsstudie an.

Die CDU will den Antrag auf eine Machbarkeitsstudie am 10. April im Ausschuss für Stadtentwicklung stellen und am 18. April im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung.

In dieser Sitzung wird auch eine Anfrage der GFL Thema sein. Die Fraktion will wissen, wo das Konzept zur Lenkung des Lkw-Verkehrs in Lünen bleibt, das man schon im März 2010 im Rat beantragt habe.

Aktueller Anlass nachzuhaken, ist für die GFL der jüngste Sicherheitsdialog in Wethmar. Dort hatten sich Bürger massiv über Belastungen durch Lkw auf der Münsterstraße beschwert. „Wir brauchen ein Lkw-Leitungskonzept, sodass Lkw nicht durch Lünen fahren, um Maut zu sparen“, hatte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (GFL) zwar den Bürgern erklärt (wir berichteten). Er sagte aber auch, dass dazu Nachbarstädte, Bund und die Behörde Straßen NRW einbezogen werden müssten.

„Wir sind es leid“

Aus Sicht der GFL-Fraktion hätte die Verwaltung längst liefern müssen: „Nach acht Jahren sind wir es leid, immer wieder vertröstet zu werden“, so der verkehrspolitische Sprecher Wolfgang Manns, „dabei hatten wir schon seinerzeit auf die Dringlichkeit hingewiesen, da der Lkw-Verkehr zunehmen wird.“ Es müsse jetzt „zügig“ ein konsensfähiges Konzept her, das den Lkw-Verkehrsfluss durch Lünen mit finanzierbaren Maßnahmen neu lenkt.

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Zur Kritik der GFL kündigte die Stadtverwaltung auf Anfrage eine Stellungnahme für Mittwoch an. Zum Vorstoß der CDU wolle man sich nicht äußern, um der Beratung in den Fachausschüssen nicht vorzugreifen, erklärte eine Stadtsprecherin Dienstag, ebenfalls auf Anfrage.

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