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Darf Dr. Laarmann CDU-Mitglied bleiben?

LÜNEN Aus Reihen der Kraftwerksgegner will sich am kommenden Samstag die neue Wählergemeinschaft „Gemeinsam Für Lünen“ (GFL) gründen. Dann dürfte Dr. Matthias Laarmann sowohl Mitglied der GFL wie der CDU sein. Aber kann er das auch bleiben?

Darf Dr. Laarmann CDU-Mitglied bleiben?

Dr. Matthias Laarmann.

Für den Lüner CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Herbert Jahn steht auf Anfrage unserer Zeitung fest: „Herr Dr. Laarmann muss sich entscheiden.“ In den Statuten der CDU stehe, dass ein CDU-Mitglied nicht gleichzeitig einer anderen Partei angehören könne. Zwar handelt es sich bei der GFL formell nicht um eine Partei, sondern um eine Wählergemeinschaft, aber sie wird wohl bei der Kommunalwahl 2009 gegen die CDU und die anderen Parteien antreten.

Kraftwerks-Streit hat Graben aufgeworfen

Dass Dr. Laarmann die CDU verlässt, steht für ihn allerdings überhaupt nicht zur Debatte, wie er erklärte. Er wolle sich weiterhin für eine christliche und demokratische Politik einsetzen. Dafür stehe die CDU. Aus seiner Sicht allerdings mehr auf der Ebene der Bundespolitik und nicht vor Ort. Für die Kommunalpolitik der Christdemokraten „fehlen mir die Vokabeln“, so Dr. Laarmann. Der Streit um das geplante Trianel-Kraftwerk hat einen Graben zwischen der CDU und Laarmann aufgeworfen.

Laarmann steht zu seiner Ablehnung

Vor allem in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kreisverbandes Lünen-Lüdinghausen im Verband Wohneigentum hat sich Laarmann gegen das Kraftwerk positioniert. Angeblich müssten Immobilienbesitzer Wertverluste befüchten, sollte das Kraftwerk gebaut werden (wir berichteten). Aber auch als CDU-Mitglied steht er zu seiner ablehnenden Haltung.

Fall für überörtliche Parteigremien?

CDU-Vorsitzender Herbert Jahn betonte, er respektiere selbstverständlich andere Meinungen. Wenn allerdings ein CDU-Mitglied eine Wählergemeinschaft gründe, könne es nicht mehr gleichzeitig der CDU angehören. Wenn Laarmann weiter Mitglied der CDU bleibe, müssten sich möglicherweise überörtliche Parteigremien mit dem Fall befassen.

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