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Der Matt-Macher

LÜNEN „Matt!“ Da waren alle Großen richtig platt. Julius Gerlach, elfjähriger Schüler, wurde der jüngste Vereinsmeister, der je bei den Schachfreunden Lünen an einem Spielbrett saß. Heute feiert er seinen zwölften Geburtstag. Wir haben ihn zu Hause besucht.

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Der Matt-Macher

Willkommen beim jüngsten Schachfreunde-Vereinsmeister aller Zeiten: Julius Gerlach ist heute zwölf Jahre alt geworden.

Mutter Gabriele brachte ihren Sprössling vor sechs Jahren zum königlichen Spiel. „Lern doch mal denken, überhaupt an etwas anderes denken!“, forderte sie den kleinen Blondschopf, inzwischen 1,50 m groß, auf. Das war in den letzten Tagen der Kindergartenzeit, kurz vor dem Wechsel in die Wethmarer Gottfried-Grundschule. „Dabei war ich eigentlich immer ganz nett“, wirft der Junge schmunzelnd zurück. Mit dem großen Bruder Felix (heute 15 Jahre) ging es in das Johanneshaus zum Training. Ein dritter Verbündeter war schnell gefunden. Papa Andreas blieb, immer wenn er seine Kinder abholte, vor den Brettern mit den 16 weißen und 16 schwarzen Figuren hängen. Vater Gerlach: „Als Jugendlicher habe ich selbst Schach gespielt.“ Und blitzschnell wurde der Oberarzt der Geriatrischen Klinik des Lüner St. Marien-Hospitals Mannschaftsspieler der Schachfreunde. Julius‘ Trainingsfleiß wird belohnt. In der Schule mit den Bauern- und Springer-Diplomen, später in der Arbeitsgemeinschaft Schach. Im Verein folgt der Sprung in die Mannschaft. Er spielt zwei Jahre in der dritten, hat jetzt fast schon ein Dutzend erfolgreiche Spiele in der zweiten gemacht.Die Schachfamilie: Papa in der Ersten, Julius und Felix in der Zweiten Lange zogen der Vater und die beiden Söhne in einem Team die Figuren. Jetzt setzt der Vater in der 1. Bezirksliga, Julius und Felix im zweiten Team in der 1. Kreisliga.  „Lange wird es aber nicht mehr so sein“, blickt der Vater nach vorn. Julius weiß, was gemeint ist. Er könnte ihn bald in der höheren Klasse ablösen. Der Vater: „Julius ist immer ganz stolz, wenn er einen Erwachsenen besiegt.“ Die Mutter scherzt: „Weil er dann immer größer wird.“ Julius und seine jungen Mitstreiter konnten nur so gut werden, weil die Nachwuchsarbeit bei den Schachfreunden stimmt. Dafür sorgen Vorsitzender Norbert Scholtyßek und ein Routinier wie Wolfgang Prüske. „Wir haben bestimmt 35 jugendliche Mitglieder, mehr als Erwachsene“, zeigt Andreas Gerlach auf.Hobbys: Schach, Klavier und Fußball Der junge Meister hat noch zwei weitere Hobbys: Das Klavier und Fußball in der D-Jugend des TuS Westfalia Wethmar. Dort spielt er in der Abwehr. „Da kann ich mich austoben.“ In die Abwehr geht er bei Schach nur, wenn er die schwarzen Steine ziehen muss: „Skandinavisch, passiv“, spricht der Fachmann. „Doch mit den weißen Steinen spiele ich am liebsten, damit greife ich an. Mit der Larsen-Eröffnung, mit dem Bauer auf B 3.“ Heute feiert Julius seinen zwölften Geburtstag. Er besucht die dritte Klasse des St. Christophorus-Gymnasiums in Werne, hat neben Englisch und Französisch auch Latein. In Mathe und Schach aber, sagt er, „ist mein Vater der beste Trainer“.In der Mittwochsausgabe der Ruhr Nachrichten in Lünen: Über Julius' Ziele und wie er ohne Fernsehen auskommt.

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