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Düzgün GmbH ist Vorreiter in der Döner-Branche

LÜNEN Die Düzgün Döner GmbH in der Wethmarheide-Ost ist das erste Unternehmen dieser Branche bundesweit, das einen Betriebsrat hat. Im August hat die Belegschaft Mehmet Ali Turan zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt. Die Wahlbeteiligung unter den 140 Mitarbeitern lag bei 90 Prozent.

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Düzgün GmbH ist Vorreiter in der Döner-Branche

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat extra für die Dönerbranche eine Infobroschüre auf türkisch aufgelegt.Torsten Gebehardt, NGG-Chef Franz-Josef Möllenberg und Manfred Sträter (v.l.) besuchten gestern die Firma Düzgün-Döner in der Wethmarheide.

Gestern nahm der Bundesvorsitzende der zuständigen Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Franz-Josef Möllenberg gemeinsam mit den Vertretern der NGG-Verwaltungsstelle Dortmund, Geschäftsführer Manfred Sträter und Torsten Gebehart, an der ersten Betriebsversammlung teil.

"Ich freue mich über das Ergebnis, denn es zeigt, dass die Mitarbeiter ihre Interessen gebündelt und wahrgenommen wissen wollen. Und das kann nur ein Betriebsrat", so Möllenberg. Er wünscht dem Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg. "Wir sind aber nicht nur hier um Hände zu drücken und Beifall zu klatschen", erklärte Möllenberg in Vorfeld des Betriebsbesuches und des Gesprächs mit der Unternehmensleitung.

Zur Zeit gebe es bei Düzgün Döner keine tarifrechtlichen Verträge. "Daran haben wir natürlich ein großes Interesse", so der Geschäftführer der NGG-Dortmund. Das können auch ein so genannter Anerkennungsvertrag sein. Richtschnur seien die Vereinbarungen im Fleischerhandwerk. Dort sei zum 1. Oktober eine Tariferhöhung vereinbart worden. Ein Geselle mit fünfjähriger Berufspraxis verdiene bei einer 39-Stunden-Woche rund 2000 Euro. "Da sind wir bei Düzgün noch ein Stück entfernt." Dort werden bei 45 Stunden zwischen 1500 und 1700 Euro gezahlt.

Ein weiteres Ziel sie die Erhöhung des Jahresurlaubs. "Mit der Vereinbarung über 24 Tage Werktage Urlaub pro Jahr erfüllt die Geschäftsleitung die gesetzlichen Vorgaben", so Sträter. Für viel Arbeitnehmer in Deutschland sei ein sechswöchiger Urlaubsanspruch seit vielen Jahren Realität. Insbesondere wenn der Urlaub dazu diene, die Beziehung zur Heimat aufrecht zu erhalten, seien vier Wochen äußerst knapp bemessen. "Wir wollen aber das Unternehmen nicht überfordern, sondern uns an dessen Möglichkeiten orientieren", so Möllenkamp.

Betroffene müssten zu Beteiligten gemacht werden. "Das heißt, die Menschen müssen mitgenommen werden, denn wir wollen, dass der Betrieb erfolgreich und somit ein Vorbild auch für andere Betriebe der Branche ist."

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