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Durchblick durch das digitale Dickicht

LÜNEN Analog oder digital – diese Frage stellen sich derzeit viele Kabelkunden und Fernsehzuschauer, die ihre Sender über Satellit empfangen. Die verbraucherzentrale kennt einige Antworten.

Durchblick durch das digitale Dickicht

Holger Okken von der Verbraucherberatung informiert derzeit gezielt über Vor- und Nachteile des digitalen Fernsehens.

Der analoge Empfang wird voraussichtlich erst 2010 eingestellt. Die zehn Prozent Antennen-Zuschauer dagegen mussten umstellen, denn für sie endet das Analog-Zeitalter bereits Anfang 2008.

Um für die 90 Prozent der Menschen, die Fernsehen über Kabel oder Satellit empfangen, Licht ins Dunkel zu bringen, bietet die Verbraucherberatung bis Ende November den Beratungsschwerpunkt „digitales Fernsehen“. Zwei Info-Veranstaltungen am 29. Oktober und 5. November um 17.30 Uhr in der Beratungsstelle, Kirchstr. 12, kann man kostenlos besuchen. Den Medienkompass mit vielen Erklärungen gibt es zum Preis von 3,50 Euro.

Aber auch sonst hilft Verbraucherberater Holger Okken beim Thema gerne weiter. „Wir haben auch jede Menge Testberichte zu Receivern oder LCD- und Plasmafernseher“, so Okken.

Pro und Contra

85 Prozent der Kabelkunden haben noch einen Analog-Anschluss. Dass ein Großteil von ihnen mit dem Umstieg auf die digitale Technik zögert, obwohl die Kabelanbieter momentan massiv dafür werben, hält Okken für gerechtfertigt. „Man sollte Pro und Kontra gut abwägen.“

Für die digitale Technik spricht die größere Programmvielfalt – Kabel mit 60 Programmen, Satellit mit über 300 Programmen, dazu auch Pay-TV-Programme. Auch die bessere Bild- und Tonqualität ist ein Vorteil. Dazu gibt es Informationen zum Programm via Fernbedienung und die Aufnahme von Programmen wird vereinfacht. Kabelkunden können zusätzlich Internet- und Telefon-Anschlüsse nutzen.

Neue Technik notwendig

Um die digitale Fernsehtechnik richtig nutzen zu können, muss neue Technik angeschafft werden. Auch wenn der Receiver meistens vom Anbieter zur Verfügung gestellt wird – für Zweit- oder Drittgeräte muss der Verbraucher selbst einen Receiver kaufen.

Okken: „Dieser sollte entweder das Logo HDTV oder HDTV 1080P tragen, damit er auch später das hochauslösende Digitalfernsehen übertragen kann.“ Mit dem die öffentlich-rechtlichen Sender übrigens erst zu den Olympischen Winterspielen 2010 beginnen wollen. „Derzeit gibt es nur eine handvoll Programme, die vereinzelt Sendungen in HDTV-Qualität ausstrahlen“, betont der Verbraucherberater. Auch DVD-Player und/oder -Recorder müssen auf Dauer HDTV-tauglich sein, will man sie fürs digitale Fernsehen nutzen.

Fazit: „Aktuell gibt es keinen unmittelbaren Anlass, auf digitales Fernsehen umzusteigen. Die Programme werden noch bis Ende 2009 im Kabel und via Satelliten analog ausgestrahlt“, betont Okken.

Man sollte erstmal abwarten, weil sich auch im technischen Bereich noch eine Menge tun werde. Okken: „Die Technik wird sich sicher noch verbessern.“ Die Kabelkunden sollten die Alternative prüfen, das Breitbandkabel auch für günstigen Internetzugang und Telefonflatrate zu nutzen. Digitales Satellitenfernsehen oder Antennenfernsehen seien preiswerte Alternativen zum digitalen Kabelangebot.

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