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mlzDrogen in Lünen

„Erst fühlst du dich total erhaben - und später hundeelend“

„Erst fühlst du dich total erhaben - und später hundeelend“

Weg von der Spritze: Mit dem Start des Subsitutionsprogramms im März 1988 sorgte das Land NRW für Aufsehen - und fand nicht nur Befürworter. Trotz des Rückgangs von Drogentoten und -kriminalität gibt es immer noch Skepsis. Foto: dpa

Lünen Drogenersatzstoffe wie Methadon haben dazu beigetragen, die Zahl der Drogentoten in den vergangenen 30 Jahren deutlich zu reduzieren. In der Szene galt Lünen lange Zeit als heißes Pflaster. Dean war Teil der Szene. Der „Drogenopa“ verkaufte und konsumierte über Jahre Heroin. Heute ist er clean – und nicht mehr kriminell.

Dean krempelt die Ärmel seines Pullovers hoch. „Schauen Sie mal“, sagt er, „keine Einstiche“. Die Zeiten, in denen sich der 63-jährige Lüner täglich Spritzen gesetzt hat, sind vorbei. Der „Drogenopa“ – so nennen ihn die Menschen in seinem engeren Umfeld – hängt nicht mehr an der Nadel. Und er sitzt auch nicht mehr hinter Gittern. Er sitzt mit einer Tasse Kaffee in der Hand auf einem Stuhl in der Drogenberatungsstelle und plaudert mit Suchtberater Olaf Weißenborn. Das tun die beiden seit fast 30 Jahren einmal in der Woche.

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