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Ausstellung

Finstermann Nosferatu schleicht durch Lünen

LÜNEN Nosferatu im Bahnhof, vor dem Rathaus, im Museum, vor der Kulisse des Trianel-Kraftwerks: Die Figur dieses Finstermanns gibt bekannten Lüner Stadtansichten eine schaurige Atmosphäre, manchmal aber auch eine komische.

Finstermann Nosferatu schleicht durch Lünen

Gruppenbild mit Finstermann (v.l.): Lore Boas, Werner Althoff, Knut Thamm, Nosferatu, Kinofest-Chef Mike Wiedemann und Kulturausschuss-Vorsitzender Hans-Peter Bludau. RN-Foto Fiedler

Dafür haben Knut Thamm und Manfred Boblitz gesorgt. Stadtfilmer Thamm, dem die pechschwarze Pappfigur des Nosferatu seit fast 30 Jahren ein treuer Begleiter ist, setzte den Finstermann in Szene, der langjährige Vorsitzende des Photoclubs Lünen, Manfred Boblitz, machte die Fotos.

Zu sehen sind sie in der Empfangshalle des Bauvereins an der Lange Straße. Die Vernissage zur Ausstellung mit dem Titel „Oh, Schreck lass nach“ geriet zur multimedialen Inszenierung. Denn Thamm griff tief ins Filmarchiv, präsentierte alte Streifen: Gespensterparty mit Schülern der Heinrich-Bußmann-Schule vor der Kulisse von Schloss Wilbringen, Feuerwerk auf einem französischen Friedhof, Ausschnitte aus dem Stummfilm-Klassiker Nosferatu – eine schaurig-schöne Collage am Tag von Helloween. Vorher erzählte Thamm, was das alles mit Lünen zu tun hat. Eine ganze Menge. 1983 wurde Nosferatu in der alten Lichtburg gezeigt. In der Werkstatt des Hilpert-Theaters entstand der Finstermann zuvor als Pappkamerad, mit dem Thamm und Kulturamtschef Werner Althoff werbend durch die Fußgängerzone zogen.

Als der Film dann lief, so berichtete Thamm, begleitete ihn Lünens Musiker-Legende Günter Boas musikalisch. Dessen Witwe Lore Boas, nur unwesentlich jünger als der 1922 entstandene Klassiker, las am Montagabend zur Vernissage ein Kapitel aus Bram Stokers Roman Dracula, der die Vorlage für den Film Nosferatu lieferte – so eindringlich, dass einem ein kalter Schauer den Rücken runter laufen konnte. Nach seinem Werbeauftritt 1983 sollte die Nosferatu-Figur eigentlich auf den Müll wandern. Knut Thamm hat sie errettet – und ihr immer mal wieder neues Leben eingehaucht. So wie jetzt wieder, auch als kleiner Brückenschlag zum nächste Woche beginnenden Kinofest.

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