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Freude ist der beste Dank

ALSTEDDE Wenn Thomas Sieniawski seine bunte Hose, die ihm bis zur Brust geht und von Hosenträgern gehalten wird, das Matrosen-Shirt die rote Nase und die großen sich nach vorn hebenden Schuhe zubindet, hat er längst seine Alltagsrolle als Postbote abgestreift, ist kurz vor Beginn seines Auftritts.

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Freude ist der beste Dank

Bevor er mit seinem Programm loslegte, schminkte sich Clown Püppi vor den Senioren im Saal des Coldinne-Stifts.

Die Überraschungskiste hat der Spaßmacher ins Coldinnestift mit gebracht. Begrüßt wird er von Pflegedienstleiter Erhard Eink: „Unser Püppi ist da!“ Der lässt sich nicht lange bitten, lässt das Publikum vom Band erfahren, bei welchen Medien er aufgetreten ist - er, der den Preis für Menschlichkeit bekommen hat.

Hat der Unterhalter bei seinen Adressaten noch wenig Glück, was das Grimassenschneiden betrifft, so können die sitzenden Beobachter dem Seil, das er aus der „Trickkiste“ zieht, schon mehr abgewinnen: Erhard Eink lässt sich zum Hüpfen bewegen, Mitarbeiter Jonas balanciert bravourös über das auf dem Boden liegende Strick.

Dann wird es lauter im Saal: Der Clown versucht, die ca. 50 im Halbkreis sitzenden Senioren für seine Rassel zu begeistern. Sie ist eindeutig zu laut.

Die Klobürste, die er auf seiner Nase balanciert kommt da schon besser an, Aus einer kleinen Tasche zieht er fünf kleine „Kuhglocken“ mit dem dumpfen Ton - Zeit für ein Konzert mit den Heimbewohnern als Akteuren. Man merkt Sieniawski an, dass er den Umgang mit Menschen liebt. Er tritt vor den verschiedensten Altersgruppen auf. „Besonders altersverwirrten Menschen kann man mit Clownereien sehr viel Freude bereiten“, lautet die Erfahrung von Erhard Eink.

Sieniawski, der seit 25 Jahren bei der Deutschen Bundespost arbeitet, schloss sich vor 26 Jahren dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) an, war in der Jugendarbeit tätig. Dadurch sei er viel offener geworden, habe seine frühere Zurückhaltung abgelegt. Hatte er als Jugendlicher Marionetten gebaut und war bei einem Gemeindefest als Puppe aufgetreten, wurden nach einer einer dreijährigen Ausbildung als Spiel- und Theaterpädagoge die Medien auf ihn aufmerksam.

Als sein Geheimrezept sieht er die Freude, die ihm das Spielen bereitet und die auf das Publikum überschwappt. Inzwischen ist Clown Püppi Botschafter der Kindernothilfe.

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