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Fußballvereine üben den Schulterschluss

LÜNEN Die Fußballvereine sehen sich bei den Rotstiftaktionen der Stadt stiefmütterlich behandelt. Sie protestieren energisch und üben den Schulterschluss. "Wir wehren uns gegen alle Pläne, die Bezuschussung unser Anlagen bis 2012 auf Null herunterzufahren!", formulierten die Vertreter von elf der noch zwölf Lüner Klubs am Ende einer Fachschaftstagung Fußball im Stadtsportverband (SSV), die gleichzeitig eine Krisensitzung war.

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Fußballvereine üben den Schulterschluss

Fußball-Fachwart Karl-Heinz Schulze.

Dreieinhalb Stunden hatten die Funktionäre zuvor am Samstag in der Süder Gaststätte Haus Bäcker getagt. Kampf um die Sportplätze, Kampf um die Zuschüsse, Kampf um mehr Transparenz, was das Miteinander mit Verwaltung und Politik angeht. Diese Schlagworte bestimmten die Diskussion, die Fachwart Schulze mit sehr persönlichen Worten einleitete.

"Ich habe in der Vergangenheit immer gegen diese Entwicklung gearbeitet, habe mir eine blutige Nase geholt, musste gegen die üblichen Intrigen angehen. Ich habe erwartet, dass die Vereine hinter mir stehen, mir den Rücken mit Macht füllen. Aber das ist bisher nicht so. Das ist für mich eine Enttäuschung. Das ist hier heute mein letzter Versuch! Ich bitte um Stellungnahmen zur Sportplatzsituation!"

Schulze zeigte sich insbesondere enttäuscht, dass nicht alle Vereine die in der letzten Versammlung beschlossenen Rückmeldungen zur Frage "Wie viel Zuschuss war bei der Stadt beantragt, wie viel wurde gezahlt?" enttäuscht.

Die Transparenz zwischen Verwaltung und Vereinen fehlt

Es zeigte sich in der Versammlung schnell, dass bei dieser Thematik die Transparenz zwischen den Vereinen und der Sportverwaltung fehlt. Von dieser fühlten sich die Klubs nicht genug unterstützt, erkannten aber gleichzeitig auch an, dass dort eine einzige hauptamtliche Kraft überfordert sei.

Offen geäußert wurde das Gefühl, dass die Fußballvereine immer irgendwie schlechter wegkommen als andere Sportarten. Wie schwer es ist, eine Gleichbehandlung bei den Zuschüssen durchzusetzen, zeigte sich am Beispiel der Fußballer selbst.

Jetzt gibt's einen Arbeitsausschuss - "Noch viel Arbeit"

Die einen nutzten städtische Sportanlagen, die anderen gemietete, wieder andere vereinseigene. Schon diese Unterschiede spiegelt eine unterschiedliche Höhe bei den Zuschüssen wider. Diese Gruppen mit unterschiedlichen Ausgangspositionen sollen, so die Versammlung, jetzt in einen Arbeitsausschuss zusammengefasst werden.

Dem Ausschuss sollen mit Schulze und Jörg Minnerup der Fachwart und dessen Vertreter sowie ein Mitglied der SG Hansa/Beckinghausen/Sundern, des FC Lünen 74, des TuS Westfalia Wethmar und des TuS Niederaden angehören.

Schulze zum Abschluss: "Das kann hier nur ein Anfang sein. Es bleibt noch viel Arbeit!"

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