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Fußball

Glaaps Ode an die Preußen

Horstmar. Ein eigenes Lied für den lokalen Sportverein? Das endet manchmal schräg. Nur gut, wenn man einen Fachmann in den eigenen Reihen hat.

Glaaps Ode an die Preußen

Preußens Kevin Glaap (links), hier in Aktion gegen BW Alstedde, hat mehr als nur eine Passion. Foto: Foto: Goldstein

Ein eigenes Lied für den Herzensverein. Was in der Bundesliga seit Jahren zur Gewohnheit verkommene Realität ist, blieb im Amateursport eine Rarität. Der SV Preußen wollte das ändern und schenkte seinen Fans, Spielern und Verantwortlichen eine eigene Vereinshymne.

Federführend am Projekt beteiligt war SVP-Keeper Kevin Glaap. Der 27-Jährige ist seit Jahren leidenschaftlicher Musiker, spielt schon lange Gitarre. „Ich bin musikalisch, seitdem ich 13 oder 14 bin“, so Glaap. Mittlerweile ist aus der Leidenschaft ein Nebenjob geworden. Seit drei Jahren tritt der Torwart der A-Liga-Herren als Hochzeitssänger auf, zuvor war er mit mehreren kleinen Bands unterwegs. „Ich bin musikalisch vielfältig“, sagt Glaap. Privat hört er gerne Pop-Rock, auf Hochzeiten singt er lieber Balladen. Welche seiner beiden Leidenschaften er lieber ausübt, fällt ihm schwer zu sagen: „Wenn ich mich für eine Profikarriere entscheiden hätte müssen, wäre ich aber wohl lieber Rockstar geworden.“

Nur logisch, dass der SVP Glaaps zweites Talent zugunsten des Vereines nutzen wollte. Beim Flieger-Lemke-Cup im Januar kam ihm zusammen mit Preußens Vorsitzenden Peter Serges und Geschäftsführer Marko Kruse die Idee zum Song. Glaap hatte sofort eine Vorstellung vom fertigen Lied. „Der Song sollte aus dem Leben gegriffen sein. Ich wollte, dass sich jeder damit identifizieren kann.“ Er habe die Vereinsfarben des SVP und den Adler aus dem Logo unbedingt in die Hymne integrieren wollen.

Leidenschaft für Glaap zentral

Am Ende ist ein über dreieinhalb minütiges Stück herausgekommen, das sich bei Youtube im Internet als „SV Preußen 07 Lünen Hymne“ finden lässt. Eine Hymne, in der es vor allem um die Leidenschaft im Amateursport geht. Leidenschaft ist für Glaap „dass der eine für den anderen kämpft“. „Nicht nur das Zusammensitzen an der Theke“, so Glaap.

Zweiter Aufhänger des Textes ist die Vereinstreute zu seinem SVP. Ob er sich vorstellen kann, noch mal zu wechseln? „Das ist eine schwierige Frage. Man muss sich immer alles offen halten. Ich fühle mich hier aber wohl und werde wohl nicht mehr wechseln“, sagt Glaap. Für einen weiteren Lüner Fußballsong „fremdzugehen“, könne er sich aber schon vorstellen: „Warum nicht? Es ist meine Leidenschaft. Das wäre kein großes Problem.“

Ein größeres Problem ist dagegen seine Verletzung, die ihn seit Monaten vom Fußball abhält. Bei der Hallenstadtmeisterschaft im Dezember riss er sich die Oberschenkelsehne an, muss seitdem pausieren. Nun befindet er sich zumindest im Aufbautraining. „Ich will nichts überstürzen. Ich merke die Verletzung noch“, sagt Glaap.

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