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Hauptschulen fordern mehr Lehrer

LÜNEN Dass Schulministerin Barbara Sommer die Hauptschulen aufwerten und stärken will, das kommt bei den Lüner Schulleitern grundsätzlich gut an. Verwunderung gibt es allerdings im Detail.

Hauptschulen fordern mehr Lehrer

NRW-Schulministerin Barbara Sommer.

Denn Ministerin Sommer will in puncto fächerübergreifender Berufsorientierung und Lebensplanung neue Maßstäbe setzen. „Davon haben wir schon vieles umgesetzt“, sagt Jürgen Ortlepp, Leiter der Heinrich-Bußmann-Schule und verweist auf Berufspaktika in Klasse 8 und 9 sowie Jahrespraktika für Schüler der 10a, die einmal pro Woche in Betrieben sind. Seit 20 Jahren sei das so, auch Technik und Hauswirtschaft werde früh angeboten. Die Idee der Ministerin, Türkisch und Russisch zu unterrichten, käme an der Bußmann-Schule nicht in Frage, da der Ausländeranteil bei 8 Prozent liege und die Schüler der 2. und 3. Generation entstammten. „Es gibt keinen Bedarf.“

Es fehlen schlicht die Räumlichkeiten

Den von Düsseldorf angestrebten Ganztagesunterricht befürwortet Ortlepp, doch dafür fehlten schlicht die Räumlichkeiten. Einen Sozialpädagogen hat die Bußmann-Schule längst. Ähnliches berichtet Bernd Seidler, Leiter der Achenbachschule. „Berufsorientierung praktizieren wir seit Jahren und bauen sie immer weiter aus“, sagt er. Den Vorschlag, schon ab der 5. Klasse Kinder Richtung Beruf zu leiten, sieht er eher kritisch. „Da interessiert sich doch noch niemand dafür.“

Gewachsene Kontakte zu Institutionen

Seidler verweist auf die seit Jahren gewachsenen Kontakte zu Bramis und Institutionen, auch in Sachen Lebensplanung. Erst kürzlich sei mit der Werkstatt Unna das Thema Handyverträge und Schuldenfalle thematisiert worden. Die Achenbachschule beschäftigt schon lange einen Sozialpädagogen, Ganztagsschule ist sie seit 20 Jahren. „Es wäre sinnvoller, wenn man uns durch mehr Lehrer und reduzierte Klassengrößen entlastet“, sagt Seidler. Das sieht auch sein Kollege Ewald Eckers so.

Berufsorientierung findet schon lange statt

Der Schulleiter der Hauptschule Wethmar weiß aus der Praxis, dass viele Ziele zwar gut klingen, aber doch Schlagworte bleiben. Berufsorientierung findet schon lange statt. Ob sie ab Klasse fünf schon gut ist, sei durchaus diskussionswürdig. Eine Sozialpädagogin gibt es bereits, muttersprachlichen Unterricht wertet er eher kritisch. „Unser Ziel ist es, dass die Schüler besser Deutsch lernen.“

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