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Ideal ist die Integration von Anfang an

LÜNEN Kinder, die aufgrund von Beeinträchtigungen anders sind, werden in unserer Gesellschaft entweder angestarrt oder durch verschämtes Weggucken ignoriert.

Ideal ist die Integration von Anfang an

<p>Martin Puth (M.), Leiter der Frühförderstelle im Kreis Unna, stellte der Frauenunion sowie dem CDU-Bundestagsabgeordneten und CDU-Behindertenbeauftragten Hubert Hüppe (l.) die Einrichtung vor. Quiring-Lategahn</p>

Johanna Wisniewski, Vorsitzende des Stadtverbandes der Frauenunion der CDU, hat das erlebt: Im Umgang mit Behinderten gehen viele Menschen auf Distanz. Daher könne die Arbeit der Frühförderstelle im Kreis Unna nicht hoch genug bewertet werden, erklärte sie bei einem Besuch in der Einrichtung.

Leiter Martin Puth sieht die gesellschaftliche Problematik ähnlich: Den anderen als Persönlichkeit wahrzunehmen, sei nur durch Begegnung möglich und nicht aus der Ferne. Die Angst, mit dem Unbekannten umzugehen, halte auf Distanz. Daher sei es wichtig, gemeinschaftlicher zu leben.

Hüppes Idee

Hubert Hüppe, CDU-Bundestagsabgeordneter, Kreisvorsitzender und CDU-Beauftragter für Menschen mit Behinderungen, regt diese Gemeinschaft bereits im Kindergartenalter an. Es gibt derzeit das integrative Konzept in Regeleinrichtungen, wie auch Schwerpunktgruppen mit fünf Behinderten und zehn Nichtbehinderten, dazu spezielle heilpädagogische Kindergärten. Hüppes Idee ist es, in Kindergärten, in denen zurzeit Gruppen geschlossen werden, eine heilpädagogische Gruppe aufzubauen. Denn Kinder, die spezielle Förderung brauchen, müssen zurzeit in eine heilpädagogische Einrichtung nach Unna-Königsborn gebracht werden. Zudem ist ein integrativer Platz kostenpflichtig, im Sonderkindergarten wird die Finanzierung übernommen - ein soziales Ungleichgewicht. Schön wäre es, so Hüppe, je nach Bedarf für Lünen und Selm einen integrativen Kindergarten mit heilpädagogischer Betreuung unter einem Dach anzubieten. Wer schon im Kindergarten den Umgang mit Behinderten lerne, habe als Erwachsener kein Problem damit. Die Frühförderstelle im Kreis bietet vom Babyalter bis zum Schuleintritt individuelle Entwicklungshilfen. Sie betreut Frühchen wie Schwerstmehrfachbehinderte. Bei der Arbeit falle auf, dass Eltern zunehmend das natürliche Empfinden für die Bedürfnisse ihres Kindes verloren haben.

Zeit fehlt

Sozial schwache Familien hätten häufig so viel mit der Sicherung des Lebensunterhalts zu tun, dass ihnen die Zeit für ihre Kinder fehle. Zuwendung, Vertrauen in eigene Fähigkeiten, Beziehungsarbeit, damit Eltern ihre Kinder so annehmen können wie sie sind - dabei hilft die Frühförderstelle.

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