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Kritiker freuen sich über tolle Leistung der Nachwuchsschauspieler im Hilpert-Theater

Theater-Festival

Fünf Tage, 13 ganz unterschiedliche Stücke junger Nachwuchsschauspieler - am Mittwochabend endete das 11. Festival Junges Theater im Heinz-Hilpert-Theater in Lünen. Ein Fazit.

Lünen

28.06.2018
Kritiker freuen sich über tolle Leistung der Nachwuchsschauspieler im Hilpert-Theater

Beim Schlussapplaus: Die Akteure des Literaturkurses der Q1 des Altlüner Gymnasiums. © Rudolph Lauer

Nach den fünf Tagen des Festivals Junges Theater zieht Kritiker Rudolph Lauer ein Fazit: „Die Stücke (die ich gesehen habe) sind gehaltvoller geworden, insgesamt gut inszeniert und gewissenhaft von den Akteuren umgesetzt. Die Qualität des Festivals hat aus diesem Grund zugelegt.“

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

5. Tag des Festivals Junges Theater

Der 5. und letzte Tag des 11. Lüner Festivals Junges Theater brachte noch zwei interessante Stücke und Musik der Chaos Kids zur offiziellen Abschlussfeier. Der Literaturkurs der Q1 des Gymnasiums Altlünen spielte "Die Hölle, das sind die Anderen" bevor am Abend traditionell der Theater-Jugendclub Lünen des Fördervereins Theater das Festival mit "Playin´ Richard" beendete.
28.06.2018
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Franzis Schwester Maxi ist gestorben.© Lauer
"Die ganze Welt ist mir vergällt" - Franzi erinnert an Faustens Gretchen.© Lauer
Franzi (Laura Kolbach) ist bestürtzt: "Mir fehlt es an Menschen in diesem Land".© Lauer
Der Clique fällt auf, dass Franzi sich verändert hat.© Lauer
Auch dem Müller fällt auf, dass vieles in der Gesellschaft nicht stimmt.© Lauer
Auch bei den Eltern findet Franzi (2.v.re.) nur Anpassung.© Lauer
Auch die Nachbarinnen sehen nicht, was vor sich geht.© Lauer
Franzi (Laura Kolbach) lebt im Land, wo die unheimlichen ANDEREN herrschen.© Lauer
Dem König fehlen die Kleider.© Lauer
Franzi willigt ein die Aufgaben zu lösen.© Lauer
Die Königin hat keine Zeit für Franzi.© Lauer
Statt zu bewachen, erzählen die Wächter lieber von ihren Schlachten.© Lauer
Beim Schlussapplaus.© Lauer
Die Medien aufs Korn nehmen Lionale Becker (li.) und Jassin Pfundtner.© Lauer
Im Wald trifft Franzie auf einen desertierten Anderen und löst mit ihm die erste Aufgabe.© Lauer
Durch den Tanz der Feen bekommt Franzi den gewünschten Goldstaub.© Lauer
Ende gut - alles gut.© Lauer
Lea, Melanie und Mia vom Catering Team der Geschwister-Scholl-Gesamtschule.© RN-Foto Textoris
"Einsamkeit kriecht aus den Ecken hervor, schnürt mir die Seele zu und kaut die Fingernägel ab." Richard I "Ich will nicht ein niemand sein." Richard II (Jean Pierre Nolte und Philipp Speckmann. (rechts)© RN-Foto Textoris
Wer bleibt übrig und wird Sieger bei der "Reise nach Jerusalem"?© RN-Foto Textoris
Ausgelassene Spiele mit dem Zweiten Ich.© RN-Foto Textoris
Richard 1 und Richard II (Jean-Pierre Nolte, links, und Philipp Speckmann)© RN-Foto Textoris
Auch ein Bösewicht zeigt Liebesgefühle. Richard (re) himmelt Anne an.© RN-Foto Textoris
Einer bleibt übrig bei der "Reise nach Jerusalem".© RN-Foto Textoris
Am Ende wird die Zeit (Luca Zander) doch der Sieger sein.© RN-Foto Textoris
Wer ist bereit zu morden?© RN-Foto Textoris
Die Chaos-Kids aus Brambauer brachten jugendliche Frische in die offizielle Abschlussveranstaltung.© RN-Foto Textoris
Zum Schluss bekamen die Akteure viel Lob und ihren verdienten Applaus.© Rn-Foto Textoris
Der "Höllentanz", Traum oder Wirklichkeit?© RN-Foto Textoris
Die Chaos-Kids aus Brambauer brachten jugendliche Frische in die offizielle Abschlussveranstaltung. Der vierjährige Paul (Mitte) agierte wie ein Profi.© RN-Foto Textoris
Die Chaos-Kids aus Brambauer brachten jugendliche Frische in die offizielle Abschlussveranstaltung mit Liedern ihrer eigenen Erfahrungswelt.© RN-Foto Textoris
© RN-Fotos Textoris
"Playin' Richard" Aufführung des Theater Jugendclubs Lünen.Traumwelten und Ängste wurden auf der Bühne dargestellt.© RN-Foto Textoris
Die Chaos-Kids aus Brambauer brachten jugendliche Frische in die offizielle Abschlussveranstaltung mit Liedern ihrer eigenen Erfahrungswelt.© RN-Foto Textoris
Ausgelassene Spiele mit dem Zweiten Ich.© RN-Foto Textoris
"Jeder von uns besteht aus zweien."© RN-Foto Textoris
Weil er hässlich und verkrüppelt war, beschloss Richard (Jean-Pierre Nolte) böse zu werden.© RN-Foto Textoris

Dem kann Redakteurin Beate Rottgardt zustimmen: „Die drei Stücke, die ich gesehen habe, waren alle sehenswert. Auch wenn einige Akteure manchmal noch etwas leise sprachen - das liegt aber an der sehr großen Bühne und allein dafür, den Mut aufzubringen, dieses Theater zu bespielen, hätten die Gruppen Applaus verdient gehabt. Schön, dass dieses Festival jedes Jahr stattfindet. Noch schöner wäre es, wenn noch mehr Zuschauer kämen.“

Gleiche Thematik

Rezensent Diethelm Textoris: „Unabhängig voneinander hatten sich zwei Gruppe die gleiche Thematik vorgenommen: Unsere innere Zerrissenheit, der Kampf mit dem zweiten Ich, das schlechte Gewissen. Sowohl bei „Hall of Fame“ als auch bei „Playin‘ Richard“ wurde die uns innewohnende Schizophrenie von zwei unterschiedlichen Darstellern personifiziert. Der Rest wurde unterschiedlich umgesetzt, jedes Stück auf seine Weise beeindruckend. Ganz anders, doch nicht weniger eindrucksvoll, das Musical „Linie 1“, das ein Panoptikum der Berliner Großstadtgesellschaft der 80er-Jahre zeigte, und trotzdem noch viele Aktualitätsbezüge hatte. Insgesamt drei reife Theaterleistungen.“