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Kuschelkissen in Grundschule

LÜNEN Kuschelkissen und Matratze statt harter Schulbank: im so genannten Snoezel-Raum der Nikolaus-Groß-Schule ist das Realität..

Kuschelkissen in Grundschule

<p>Manche snoezeln sich unter den Blicken des Elches in den Schlaf... Hirsch</p>

Warmes, gedämftes Licht - die zehn bis zwölf quirligen Steppkes hauen sich hin. Und als hätten sie einen Schalter umgelegt ist es ruhig. Die sozialpädagogische Fachkraft Edelgard Meyer, die vorher den Schulkindergarten geleitet hat und für das Snoezeln eine spezielle Fortbildung absolviert hat, spricht mit ruhiger Stimme.

Aus dem Holländischen

In einer Säule gurgelt Wasser vor sich hin. Snoezelen kommt aus dem Holländischen. Es ist ein Kunstwort und setzt sich aus den Worten "dösen" und "schnüffeln" zusammen. Snoezelen ist das Anbieten von angenehmen Sinneseindrücken, die in eine Atmosphäre des Vertrauens und Entspanntseins eingebettet sind", erklärt Edelgard Meyer.

Positive Emotionen

 Der Raum löse positive Emotionen aus wie Ruhe und Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Freude. "Kinder kommen auch vor Klassenarbeiten her. Hier können sie sich sammeln und sind dann nicht mehr so aufgeregt vor der Arbeit."

Einzelgespräche

Edelgard Meyer kann im Snoezel-Raun auch Einzelgespräche führen. "Wenn das Kind etwas bedrückt, können wir hier darüber reden und einen gemeinsamen Weg finden." Feste Snoezel-Zeiten gibt es nicht. Das hängt vom Bedarf ab. Den erkennen die Lehrerinnen. "Die Erstklässler gehen häufiger in den Raum".

Reizüberflutung

Die Kinder heute seien einer Reizüberflutung ausgesetzt. Immer mehr Junge und Mädchen können nicht mehr zuhören, sich nicht mehr auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. "Sie folgen im Unterricht nicht mehr." Die Kinder hätten heute mehr Zerstreuung als ihnen gut tue. "Was ihnen fehlt, ist die Sammlung", so Edelgard Meyer. Gründe genug für die Nikolaus-Groß Schule, den Snoezel-Raum einzurichten. Übrigens: Auch Elterngespräche finden häufig im Snoezelraum statt.

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