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Lüner Rat: Kein zusätzliches Kraftwerk

LÜNEN Das Unternehmen Evonik wird demnächst unangenehme Post vom Lüner Bürgermeister erhalten: Denn ein zusätzliches Steinkohlekraftwerk ist in der Lippestadt nicht erwünscht.

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Lüner Rat: Kein zusätzliches Kraftwerk

Der Rat der Stadt will kein zusätzliches Kraftwerk.

Der Rat fasste Donnerstagabend einen entsprechenden Beschluss. Darin heißt es, das Stadtparlament sei der Auffassung, „dass auf dem Gelände der Firma Evonik (früher Steag) kein zusätzliches Kohlekraftwerk errichtet werden sollte.“ Sprecher von SPD und CDU erklärten, beide Fraktionen hielten ein weiteres Steinkohlekraftwerk am Standort Lünen für nicht mehr hinnehmbar.

Über 10 000 Bürger protestierten

Hintergrund: Das Stadtwerkeverbund-Unternehmen Trianel will in Lünen bereits einen 750-MW-Block bauen und über 10 000 Bürger haben dagegen mit ihrer Unterschrift protestiert. Ob Evonik tatsächlich in Lünen bauen möchte, wo das Unternehmen bereits ein Steinkohlekraftwerk betreibt, ist indes weiterhin unklar. Zwar deutet einiges darauf hin, wie etwa die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft mit Wettbewerber Trianel zum Bau einer Hochspannungstrasse. Doch laut offizieller Unternehmensmitteilung will Evonik erst Ende 2007 entscheiden.

Rat trifft Vorkehrungen

Auch für diesen Fall hat der Lüner Ratsbeschluss Vorkehrungen getroffen. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit Hilfe externer Gutachter auszuloten, welche Möglichkeiten die Stadt hätte, das Kraftwerk zu verhindern, falls der Bau denn wirklich beantragt würde. Gleichzeitig sollen auch die Risiken dargestellt werden. Denn der gültige Bebauungsplan lässt ein Kraftwerk zu und möglicherweise sähe sich die Stadt Schadenersatzansprüchen gegenüber, falls sie bei ihrer ablehnenden Haltung bliebe.

Beschluss gegen Stimmen der Grünen

Der Rat fasste  seinen Beschluss gegen die Stimmen der Grünen. Aber nicht etwa, weil die Grünen für ein Evonik-Steinkohlekraftwerk wären. Sie forderten, auf das Wort Steinkohle zu verzichten und damit deutlich zu machen, dass Lünen jede Art zusätzliches Kraftwerk ablehne.

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