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Lüner SV: Leiden wie die deutschen Handballer

LÜNEN "Alle Jahre wieder freuen sich die Spieler auf die besondere Einheit in der Reha Lünen", stellte Mark Bördeling, Trainer des Fußball-Verbandsligisten Lüner SV, mit einem zwinkernden Auge fest. Diesmal ließ er sein Team in Gruppen mit drei bis vier Mann quälen. Jammern durfte trotzdem niemand.

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Lüner SV: Leiden wie die deutschen Handballer

Auch Stürmer Thorsten Heinze (l.) quälte sich in der Folterkammer der Reha an der Schulstraße.

"Zum Glück mussten die deutschen Handballer in letzter Zeit alles geben, so konnten meine Jungs auch nicht über die harte Vorbereitung schimpfen", so Bördeling.

Dazu gehörten individuelle Koordination, 75 Minuten Joggen, Kraftarbeit an Geräten für die schwachen Muskeln und Ausdauerstufentest auf dem Fahrradergometer. Elemente des Boxens wurden mit Reha-Mitarbeiterin Maleika Babucke trainiert. Insgesamt dauerte die Trainingseinheit dreieinhalb Stunden. Dann ging es zum Laufen in den Cappenberger Forst.

Bördeling schuftet fürs Comeback

Ausgezeichnet ist das Operations-Ergebnis bei Trainer Bördeling. Bei ihm hatte sich ein Knorpel-Knochenstück (Gelenkmaus) im oberen Sprunggelenk gelöst. Diese Maus wurde entfernt und der Knochen angebohrt, damit sich ein Faserknorpel ausbildet. Damit dieser sich aufbauen kann, musste Bördeling sechs Wochen an Gehilfen laufen, durfte nicht auftreten.

Dies bedeutete aber nicht sechs Wochen Ruhe, denn Krafttraining und Physiotherapie sind auch möglich, wenn man nicht auftreten kann. Fast täglich wurde professionell für das Comeback gearbeitet.

"Ich hätte nie gedacht, dass man mit einem Bein, dass man nicht belasten darf, noch so viele Trainingsmöglichkeiten hat. Zu Anfang stand die weniger anstrengende Lymphdrainage an. Nach einer Woche ging aber schon die Post wieder ab", so der Coach.

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