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Nähe zur Kolonie war kein Zufall

BRAMBAUER Am 5. Oktober 1907 gründeten in der Gaststätte Vieler an der Ecke Karl-Haarmann-Straße und der damaligen Hospitalstraße acht Kaninchenzüchter den Verein "Volkswohl".

Die Gründung nahe der Kolonie war kein Zufall, boten die Zechenhäuser doch genügend Platz für den Einbau von Boxen. Als Futter konnte Grün in der Umgebung leicht geschnitten werden.

Paul Schersching, Ehrenvorsitzender des Traditionsvereins, kennt aus eigenem Erleben die Großfamilien in Brambauer, in denen ein saftiger Kaninchenbraten eine willkommene Bereicherung des Speisezettels war. Fleisch kam nicht täglich auf den Tisch - eine entscheidende Hilfe war die Eigenproduktion. Hühner, Kaninchen und auch Schweine gab es in fast allen Ställen. Die Kaninchen brachten neben dem Fleisch auch Wolle (Angora) ein, die Felle konnten zu warmen und eleganten Mänteln verarbeitet werden - da gab es meistens Frauengruppen in den Vereinen zum Erfahrungsaustausch.

Gründungsmitglieder

Bei der Gründung am 5. Oktober 1907 waren Gastwirt Eugen Vieler, Emil Mallon, Robert Arhelger, Hermann Döppler, Albert Laarmann, Heinrich Lemke und die Herren Heckenthaler, Roß und Aufdemkamp beteiligt.

Am 9. und 10. Juli 1911 gab es eine Lokalausstellung des Vereins. Das ist aus einem Foto-Dokument zu entnehmen. Die vom Atelier Schmidt gestaltete Aufnahme zeigt die Züchter im Sonntagsstaat - auch einige Tiere waren dabei. Die Frauen mit den gestärkten weißen Schürzen sorgten für den Service, aber sie gehörten auch zu der Gruppe, die sich regelmäßig traf, um Erfahrungen auszutauschen.

Nach 1945 gab es eine Wiedergründung im Hotel Brüggemann auf der Brechtener Straße. Heinz Stricker wurde 1. Vorsitzender. Karl Henschel, Heinrich Henschel, Ernst Stricker, Willi Sadlowski, Leo Watolla, August Wessel und Richard Elisa nahmen teil.

Nachfolger von Heinz Stricker waren Ernst Stricker (1950/51), August Sennholz (52/67), Gerhard Grams (1968/70), Werner Schürmann (1971/74), Gerhard Grams 1975/76).

Danach übernahm Paul Schersching bis heute die Leitung. Das Vereinslokal war von 1945 bis 1950 das Hotel Brüggemann, dann das "Taubenhaus" (Krumnacker) bis 1970 und später der Centralhof.

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