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Netzwerk für Opfer

LÜNEN Ein engmaschiges Netzwerk, das Opfer von Straf- und Gewalttaten auffängt – das ist der Arbeitskreis „Opferhilfe Lünen“. „Wir haben die selbst gesteckten Ziel voll und ganz erreicht“, freut sich Angelika Barlog.Die Opferschutzbeauftragte des Polizei-Präsidiums Dortmund, das auch für die Lüner Polizei zuständig ist, betonte, dass Opferschutz ist ein wichtiges Standbein polizeilicher Arbeit sei.

Netzwerk für Opfer

Die Mitglieder des "Arbeitskreises Opferhilfe" trafen sich gestern in der neuen Polizeiwache, auch um nach drei Jahren Zwischenbilanz zu ziehen.

Seit drei Jahren gibt es deshalb auch den „Arbeitskreis Opferhilfe Lünen“. Gestern zogen die Vertreter der verschiedensten Institutionen Zwischenbilanz und begrüßten die Ehe-, Familien- und Erziehungsberatung der Caritas als neues Mitglied.

Die selbst gesteckten Ziele waren: Hilfsangebote für Opfer koordinieren, Kenntnisse über Ressourcen bei allen Beteiligten auf den selben Stand bringen und natürlich Opfern Hilfe bieten.

Alle Beteiligten auf den selben Stand bringen

Zu den Mitgliedern des Arbeitskreises gehören neben Vertretern der Polizei, Mitarbeiter des St.-Marien-Hospitals, der Tagesklinik Lünen, der Vestischen Kinderklinik Datteln, des Amtsgerichts, des Versorgungsamts, der evangelischen Kirche, des Fachbereichs Jugend und des Frauenbüros der Stadt, des sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreises, der Frauen- und Mädchenberatungsstelle Unna und der Opferschutzorganisation Weißer Ring.

„Alle Mitglieder sind über die Opferrechte informiert. Wir haben auch das Thema Trauma stark berücksichtigt“, so Angelika Barlog. Auch die Bereiche häusliche Gewalt und Stalking wurden thematisiert. Ebenso wie das Konzept der Polizei Dortmund „Anonymisierte Spuren- und Beweissicherung nach Vergewaltigung bzw. sexueller Nötigung“, um Spuren zu sichern, auch wenn die Opfer zunächst noch keine Anzeige erstatten wollen.

Der Arbeitskreis "Opferhilfe Lünen" muss  bekannter werden

Wichtig sei für den Arbeitskreis, nach außen hin bekannt zu werden, damit Opfer wissen, an wen sie sich wenden können, um die ihnen zustehende Unterstützung zu bekommen.„Wir weben gemeinsam ein Netz, in dem Opfer aufgefangen werden“, betonte Christiane Krause-Schumann vom Weißen Ring. Sie betonte, dass man im Vergleich zur Zeit vor zehn Jahren „relativ viel“ für Opfer erreicht habe, doch im Vergleich zu dem, was wünschenswert wäre, sei es noch „relativ wenig“.

Mehr Menschlichkeit im Umgang mit den Ofpern wünschenswert

Mehr Menschlichkeit im Umgang mit den Opfern und vor allem mehr Zivilcourage in der Bevölkerung wären wünschenswert und wichtig, so die Rechtsanwältin, die schon zahlreiche Opfer vertreten hat.Opfer können sich stets an die Opferschutzbeauftragten der Polizei wenden, Tel. (0231) 132 75 80.

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