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Ogatas nicht bewertet

LÜNEN Die Stadt hat sich längst auf den Weg gemacht, familienfreundlicher zu werden, sagt Sprecher Reinhold Urner. Dass Lünen jetzt in einem Atemzug mit dem Kreis Unna als „zurückfallende Region“ bezeichnet wird, ist für die Verantwortlichen schwer nachzuvollziehen.

Ogatas nicht bewertet

Reinhold Urner

„Es gibt keine Einzelbewertung für Lünen“, bedauert Urner. „Wir kennen die Kriterien nicht und wissen nicht, wie wir im Kreisgefüge gesehen werden.“ Wie berichtet, bewertet der „Familienatlas 2007“ unter anderem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Im Bereich Ganztagsbetreuung fließt lediglich die Quote der Kindergartenkinder mit ein. Die der Schüler wird außer Acht gelassen. Dabei ist dafür Lünen jüngst noch vom Regierungspräsidenten gelobt worden. Die Versorgungsquote für Grundschüler in den Offenen Ganztagsschulen (Ogata) liegt bei 25%. Drei weitere beantragte Ogata-Gruppen erhielten keine Förderung mehr, weil andere Städte schlechter dran sind.

Als zukunftsweisend stuft Urner zudem den Ratsbeschluss aus März 2006 ein, die Quote der Betreuung unter Dreijähriger in 2007 auf 20 Prozent zu schrauben. Schon jetzt seien mit 314 Plätzen 14,6 % erreicht. „Dies sind zwei Parameter, von denen wir glauben, dass die Stadt Lünen ganz gut punkten kann“, so Urner.

Jugendkonzept

Dass Freud und Leid in diesem Bereich eng zusammenliegen, sieht Urner durchaus in punkto Jugendkonzept, das aufgrund des Kostendrucks die Schließung der Jugendhäuser nach sich zog. „Das schmerzt“, bekennt er, „und ist sicherlich ein Bereich, wo wir in Zukunft zulegen müssen.“

Die Jugendarbeit ist in dem „Familienatlas 2007“ explizit gar nicht bewertet worden, wohl aber die Zahl der Betreuungspersonen pro 1000 Jugendliche. Dazu die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Sportvereinen, der Musikschüler-Anteil, die Nutzung öffentlicher Bibliotheken und das Kino-Angebot. Auch Bildung und Ausbildung, Wohnsituation sowie Arbeitsmarkt und Demografie fanden ihren Niederschlag. Es fehlen allerdings Spielplätze und Grünanlagen.

Ministerin eingeladen

Landrat Michael Makiolla nimmt die von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie zum Anlass, erneut Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen in den Kreis einzuladen. Die Teilnahme an der 4. Familienkonferenz am 5. Dezember hatte sie zwar bereits abgesagt, doch Makiolla bleibt aus aktuellem Anlass dran.

„Ich freue mich darauf, im Gespräch mit der Ministerin darzustellen was wir schon geschafft haben und was wir entschlossen sind noch zu schaffen, um unser Ziel, ein familienfreundlicher Standort zu werden, zu erreichen“, so Landrat Makiolla.

Die Ergebnisse des „Familienatlas 2007“ und die Einladung hat Landrat Makiolla jedenfalls ganz oben auf die Tagesordnung der Bürgermeisterkonferenz am Montag gesetzt.

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