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"Schlüsslochtechnik" schont Patienten

LÜNEN Ein Gefäßchirurgen-Team am St. Marien-Hospitals um Chefarzt Dr. Thomas Fährenkemper hat in der vergangene Woche mit Unterstützung Chefradiologen Dr- Mathias König den ersten Patienten mit einer neuen mininal-invasiven Methode die Halsschlagader aufgedehnt.

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"Schlüsslochtechnik" schont Patienten

0815lu-Marienhospital Gefäßchrirurgie Patient Kalr-Heinz Beer (2.v.l.) lässt sich von Dr. Fährenkemper (l.), Dr. Kyung-Hun Chun, Dr. Janine Rohweder und Mathias König über die neue Methode informiert. Foto goldstein

Eine enge Halsschlagader erhöht das Risiko eines Schlaganfalls. "36 000 der insgesamt 200 000 Schlaganfälle jährlich bundesweit sind auf eine verengte Halsschlagader zurückzuführen", erläutert Oberärztin Dr. Janine Rohweder. Bei dem neue Verfahren wurde dem Patienten ein so genanter Stent (Gefäßstütze) eingesetzt. Dieser Stent wurde dabei von der Leiste durch das Gefäßsystem zur Halsschlagader geführt (Schlüssellochtechnik). Dieses Verfahren ist eine Alternative zur Schnittoperation, so Dr. Fährenkemper. Jetzt müssten nur die Patienten operiert werde, bei den das minimal-invasive Verfahren nicht durch durchführbar ist.

Nach zwei Tagen aus dem Krankenhaus

Ein große Vorteil dieses Verfahrens sei, dass es wesentlich schonender für den Patienten sei als eine Schnitoperation. "Musste der Patient bei einer Operation fünf bis sieben Tag im Krankenhaus bleiben, könnte er mit dem neuen Verfahren schon nach zwei Tagen das Krankenhaus verlassen", so Fährenkemper.

Die gleiche minimal-invasive Methode nutzen die Gefäßchirurgen am Marien-Hospital seit dem vergangene Jahr bei Behandlung von so genanten Aortenaneurysmen (Aussackung der Bauchschlagader). Die Bauchschlagader muss dabei nicht mehr durch einen großen Bauchschnitt freigelegt werden. Die Gefäßprothese, die eingesetzt wird, wird über ein spezielles Zuliefersystem über beide Leistenschlagadern bis in den Bauchraum vorgeschoben. "Die Belastung für den Patienten ist viel geringer. Und jetzt können auch Patienten behandelt werden, bei denen eine Operation aufgrund eines zu hohen Risikos nicht möglich war", erklärte Dr. Fährenkemper.

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