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Schoss Polizei über Ziel hinaus?

LÜNEN Ist die Polizei bei dem Versuch, den Verdächtigen im Mordfall "Angelika Roßdeutscher" zu einem Geständnis zu bewegen, über das Ziel hinausgeschossen?

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Schoss Polizei über Ziel hinaus?

Mordopfer Angelika Roßdeutscher.

Dieser Frage ist das Dortmunder Schwurgericht gestern mit Hilfe eines weiteren Zeugen nachgegangen.

Der Polizist hatte den Angeklagten (38) im August 2006 in Dernbach festgenommen. Verteidiger Andreas Kost bemängelt nun, sein Mandant sei dabei bewusst falsch informiert worden. Den Polizisten sei nämlich klar gewesen, dass die Aussicht auf einen Haftbefehl ohne eine Aussage des Verdächtigen sehr gering gewesen sei.

Von diesem Vorwurf will der betroffene Polizist jedoch nichts wissen. Er erklärte gestern, er habe es nicht nötig gehabt, dem Verdächtigen mit irgendwelchen Tricks ein Geständnis zu entlocken.

Fehler begangen?

Sollten die Richter jedoch zu dem Schluss kommen, der Polizist hätte einen schweren Fehler gemacht, könnten sie das Geständnis des Angeklagten von vornherein als nichtig einstufen.

Dies wäre der Fall, wenn er dem Verdächtigen am Tag der Festnahme beispielsweise gesagt hätte, man habe Spuren von ihm am Tatort gefunden.

 In Wirklichkeit war die DNA lediglich im Auto der im Februar 1991 verschwundenen Lüner Hertie-Angestellten Angelika Roßdeutscher   sichergestellt worden. Dann stünden die Chancen auf einen Freispruch nicht schlecht.

Plädoyers

Die Plädoyers sollen am 18. September gehalten werden. Das Urteil ist nun doch erst für den 21. September vorgesehen.

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