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Steins Themen noch aktuell

CAPPENBERG Zwei Monate und zehn Tage vor dem 250. Geburtstag von Heinrich Friedrich Carl Freiherr von und zum Stein gab der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) seinem "Gründervater" einen großen Empfang im Theater von Schloss Cappenberg.

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Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des LWL, begrüßte die rund 200 geladenen Gäste, unter ihnen der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Dr. Jürgen Rüttgers und der Hausherr Sebastian Graf von Kanitz.

Wahl-Westfale

In seiner Ansprache begründete er den Ort dieser Feierlichkeit damit, dass der Freiherr zwar in Nassau geboren sei und Cappenberg als seinen Altersruhesitz auserwählt habe, aber er als glühender Wahl-Westfale mehr als die Hälfte seines Lebens hier verbracht hätte. Und als erster Präsident des westfälischen Provinziallandtages sozusagen Amtsvorgänger der jetzigen Präsidentin der Landschaftsversammlung Maria Seifert gewesen sein, allerdings mit dem Titel Landtagsmarschall.

Dr. Kirsch dann an den Ministerpräsidenten, dass er bei seinen Reformplänen darauf achte, dass die Landschaftsverbände ihre anerkannt gute Arbeit auch in Zukunft für die Menschen leisten könnten. Und er lud ihn zur nächsten Feier in 25 Jahren ein, was dieser gerne annahm, sofern er der Terminkalender erlaube. Dr. Jürgen Rüttgers begann seine Festansprache mit einer Geschichte über den Freiherrn, mit der er den Anlass für das Gedenken an den großen Reformer und Staatsmann begründete. Dann spann er den Bogen über Steins Grundlagen zur kommunalen Selbstverwaltung und die große Bedeutung, die er Städten und Gemeinden zusprach in die Gegenwart. Dabei stellte er fest, dass zu Steins Zeiten die Menschen nichts mitbestimmen konnten, aber heute, wo sie es können, nicht mehr wollen.

Flucht ins Private

Es sei eine Flucht ins Private festzustellen, und das sei seine Sorge. Er bewunderte die Geschwindigkeit, mit der Stein und seine Mitstreiter Reformen durchgesetzt hätten und somit die Fundamente des Mittelalters zertrümmert hätten. Mit Blick auf seine eigenen Reformvorhaben reklamiert Dr. Rüttgers den Mut zur Veränderung. Auf diesem Wege müsse man auch Macht abgeben können. Mit Maria Seifert, der Vorsitzenden der Landschaftsversammlung schloss sich der Kreis der Festredner. Sie ging mit ihrem Beitrag unter anderem auf die Frauen ein, die das Leben des Freiherrn begleitet haben. Zum Abschluss lud sie die Gäste der Geburtstagsfeier zu einem Imbiss in den festlich geschmückten Schlosspark ein.

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