Sturmtief Burglind in Lünen

Triebwagen entgleist: Strecke wieder freigegeben

Lünen Sturmtief Burglind hat Auswirkungen für Bahnreisende in der Region. In Lünen-Alstedde ist ein Regionalzug gegen einen entwurzelten Baum geprallt und teilweise aus den Schienen gesprungen. Verletzte gab es nicht - aber Behinderungen im Bahnverkehr. Der Verkehr wird wohl erst am Donnerstagmorgen wieder regulär laufen.

Triebwagen entgleist: Strecke wieder freigegeben

Das Sturmtief führt zu Störungen im Bahnverkehr auch in Lünen. Foto: dpa

Update 20.02 Uhr

Jetzt ging doch alles schneller als gedacht. Die Strecke ist wieder freigegeben, noch am Mittwochabend sollen die ersten Züge wieder über die Schienen rollen. Die Überprüfung habe keine Schäden an den Gleisen ergeben. Der Triebwagen ist nach Angaben einer Bahnsprecherin mittlerweile ins Werk geschleppt worden. Zum Betriebsbeginn am frühen Donnerstagmorgen soll der Verkehr wiederk regulär laufen.

Update 18.05 Uhr

Mit der Freigabe der Strecke wird es so schnell offenbar doch nichts: Die Arbeiten an dem entgleisten Triebwagen verzögern sich. Ein Sprecher der Bahn erklärte am Abend auf Anfrage, dass sich die Schäden an dem Wagen als schlimmer als angenommen herausgestellt hätten. Wann die Strecke freigegeben werde, so der Sprecher, sei bislang noch unklar. Möglicherweise geschehe das auch erst zu Betriebsbeginn am Donnerstagmorgen, also gegen 5 Uhr.

Update (16.40 Uhr)

Ein Bahnsprecher berichtet, dass der Triebwagen mittlerweile wieder „aufgegleist“ wurde, wie es in der Fachsprache heißt, also wieder in der Spur ist. Der Rest des Zuges habe die Unfallstelle auch schon wieder verlassen, der Triebwagen werde aber noch untersucht, genau so wie die Gleise. Neue Schätzung für die endgültige Freigabe: In den frühen Abendstunden.

Update (15.13 Uhr)

Die Arbeiten an der Unfallstelle laufen, der Zug wird wieder auf die Gleise gesetzt. In rund einer Stunde, schätzt ein Bahnsprecher, soll der Zug wieder auf den Gleisen sein. „Wir gehen davon aus, dass wir den Zug gegen 17 Uhr entweder aus eigener Kraft oder mit einer anderen Lok in einen Bahnhof fahren können“, sagt der Sprecher. An den Gleisen gebe es nach jetziger Einschätzung keine zu starken Schäden, sodass der Verkehr danach wieder über die Gleise laufen könnte.

Update (13.40 Uhr):

Die Experten der Bahn sind inzwischen eingetroffen und untersuchen die Schäden. Mit einem Gerätewagen soll der Zug wieder auf die Schienen gehievt werden. Der Gerätedienst hatte dabei selbst eine nicht ganz so einfache Anfahrt: Auf dem Weg vom Lüner Hauptbahnhof in Richtung Alstedde mussten die Arbeiter weitere Bäume von den Gleisen räumen, um zur Unfallstelle zu gelangen. Wann genau der Zugverkehr wieder uneingeschränkt fahren kann, bleibt unklar.

Am Mittwochmorgen war die Regionalbahn mit einem umgekippten Baum kollidiert. Verletzt wurde dabei niemand. Die Fahrgäste nutzten für die Weiterreise Busse und Taxis

Die Experten von der Bahn untersuchen den Schaden.

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Update (12.25 Uhr):

Aktuell warten die Helfer an der Unfallstelle weiter auf den Gerätedienst. Der soll nun doch erst gegen 12.45 Uhr eintreffen, um den entgleisten Triebwagen wieder auf das Gleis zu hieven. Die Arbeiten dürften bis zum Nachmittag dauern. Der Zugverkehr bleib weiterhin gestört.

Ursprungsmeldung:

Bei Alstedde ist eine Regionalbahn mit einem umgekippten Baum kollidiert und teilweise entgleist.

Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Mittwochmorgen sagte, prallte die Bahn der Linie RB 51 gegen 5.20 Uhr zwischen Lünen und Bork gegen den Baum.

Verletzt wurde dabei niemand. Allerdings „ist eine Achse des Triebwagens aus den Schienen gesprungen“.

Züge enden in Lünen

Züge aus Richtung Dortmund enden deshalb vorzeitig in Lünen, Züge aus der Gegenrichtung, die aus Coesfeld/Enschede kommen, enden in Lüdinghausen. Die Haltestellen Selm, Selm-Beifang und Bork werden also vorerst nicht angefahren.

Wie der Bahnsprecher weiter sagte, solle ein spezieller Wagen der Bahn zwischen 11 und 12 Uhr an der Unfallstelle eintreffen und versuchen, den Triebwagen wieder auf das Gleis zu hieven.

Dann soll er, entweder aus eigenen Kräften oder mit Unterstützung, wegfahren. Das werde wohl bis in den Nachmittag dauern. Möglicherweise könne dann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden. Das hänge aber auch davon ab, ob die Gleise bei dem Unfall beschädigt wurden oder nicht.

Laut dem Lüner Feuerwehr-Sprecher Rainer Ashoff seien Berufsfeuerwehr sowie die Löschzüge Nordlünen-Alstedde und Mitte vor Ort im Einsatz gewesen, dazu mehrere Rettungswagen und Notärzte. Der Unfallort sei schwer zugänglich gewesen, die 65 Personen seien teilweise mit Bussen, teilweise auch mit Taxis weiter gereist.

Bäume blockierten die Straße

Auch Autofahrer mussten am Morgen mit Behinderungen rechnen. So blockierten beispielsweise umgestürzte Bäume die Alstedder Straße. Die Feuerwehr war im Einsatz.

Übrigens: Lob gab es für die Lüner Feuerwehr von der Bundespolizei via Twitter: