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Über Abschiede sprechen

LÜNEN Trauer, Trennung und Tod – Themen, die man auf den ersten Blick nicht mit jungen Leuten in Verbindung bringt.

Über Abschiede sprechen

Initiieren die Gruppe "Trauerklöße": (v.l.) Thomas Schlüter, Rita Lischewski, Sabrina Holzknecht und Anke Balandat.

Doch auch Jugendliche und junge Erwachsene beschäftigen sich damit, müssen Abschied nehmen, lernen, mit Tod oder Trennung fertig zu werden. Denn auch eine Trennung der Eltern reißt Wunden.

Leider fehlen den jungen Leuten oft Gleichaltrige, die sie verstehen und mit denen sie über ihre Erfahrungen, Gefühle und Sorgen reden können. Hier wollen vier engagierte Jugend-Mitarbeiter der ev. Kirche helfen. Sie bieten ab November die Gruppe „Trauerklöße“ in der Stadt-Insel an. Lachen ist genauso wie Schweigen und Weinen ausdrücklich erlaubt. Und – so Jugendpfarrerin Rita Lischewski – alles, über das gesprochen wird, bleibt in der Gruppe. Denn Vertraulichkeit auch gegenüber den Eltern ist ein Grundsatz der vier Initiatoren.

Zu denen gehören neben Rita Lischweski auch Thomas Schlüter und die Presbyterinnen Anke Balandat und Sabrina Holzknecht. Alle sind Mitglieder des Jugendausschusses der ev. Kirche. Die Idee entstand bei einer Klausurtagung des Jugendausschusses auf Juist. Schlüter: „Wir wollten zur inhaltlich profilierten evangelischen Arbeit und da ist ein klassisches Thema die Frage nach Leben, Tod und Sterben.“ Mit der Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene sind die „Trauerklöße“ im Bereich Lünen bislang einmalig.

Ansprechpartner

Seit dem Frühsommer treffen sich die vier Ansprechpartner, um die Arbeit in der Gruppe vorzubereiten. Man lernte sich gegenseitig besser kennen und wurde sich über die eigenen Vorstellungen klar. „Noch haben wir keine Erfahrungswerte“, ist Anke Balandat gespannt auf die jungen Teilnehmer. Und Rita Lischewski betonte, dass man die Abende bewusst offen halten wolle und warte, was die jungen Leute an Gedanken und Wünsche mitbringen.

„Natürlich wäre es schön, wenn für die sechs Abende eine feste Gruppe zustande käme, aber jeder kann natürlich für sich selbst entscheiden, ob er mit einer solchen Gruppe zurecht kommt“, so Anke Balandat.

Dabei ist den Vieren bewusst, dass eine gewisse Hemmschwelle bei den Jugendlichen, die von Trennung und Trauer betroffen sind, vorhanden sein kann. Sabrina Holzknecht: „Sich auf den Weg in die Gruppe zu machen, ist schon mutig.“

Deshalb sind die „Trauerklöße“ ein relativ niederschwelliges Angebot mit dem Anliegen, dass die Betroffenen merken, dass sie mit ihren Gefühlen nicht allein sind.

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