Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Übungsstunde mit dem Weltmeister

LÜNEN Mit einem Weltmeister trainieren. Mal eben so. Für Familie Wleklik aus Lünen wurde das am Sonntag wahr. Im Seepark Lünen.

Übungsstunde mit dem Weltmeister

Weltmeister Harmut Wahrmann spielt mit einer ganzen Kollektion von verschiedenen Frisbee-Scheiben.

Andreas und Christine Wleklik hatten in der Zeitung gelesen, dass am 13. Oktober auf dem Freizeitgelände im Stadtteil Horstmar der erste 12-Bahnen Frisbee-Golf-Parcours in NRW offiziell eröffnet wird. Die Anlage steht schon, und daher schauten die Wlekliks mit ihren Söhnen Tim (12) und Rene (11) einfach mal vorbei. Und trafen Hartmut Wahrmann. Der wurde 1997 in Helsinki Weltmeister im Frisbee-Golf und trainiert mit seinen Vereinskollegen aus der Frisbee-Abteilung des Aplerbecker SC 09 Dortmund regelmäßig in Lünen. Weil das Seepark-Gelände so wunderbar geeignet ist.

Unter "par"

Den Wlekliks zeigte er, wie`s geht: 58 Meter weit entfernt ist auf Bahn 9 der Auffangkorb. Wahrmann lässt die Scheibe aus dem Handgelenk schnellen. Sie umkurvt einen Baum und landet genau einen Meter neben dem Korb. Die Scheibe von dort aus in den Korb zu werfen ist ein Leichtes. Zwei Würfe auf dieser Bahn, das bedeutet einen Wurf unter "par". Denn beim Frisbee-Golf sind die Regeln und Begrifflichkeiten ähnlich wie beim Golf. Nur dass statt des kleinen Balls die Frisbee-Scheibe ihr Ziel am Ende der Bahn finden muss. Je weniger Würfe, desto besser. Mit 36 Würfen sollte ein ambitionierter Frisbee-Golf-Spieler die 12 Lüner Bahnen meistern, dann würde er den Parcours "par" spielen. Wahrmann hat es schon dreimal geschafft zehn Würfe unter par zu bleiben. Ein Weltmeister eben.

"Vergiss es"

Nach dem Demonstrationswurf auf Bahn 9 klappt den Laien der Unterkiefer runter, der Weltmeister schmunzelt: "Es ist nicht so, dass ich Wunderscheiben habe." Nicht eine, sondern 13 Scheiben hat er in seiner Tasche. Für die Nahdistanz, für mittlere und längere Entfernungen, für alle Eventualitäten eben. Für den Anfänger, erläutert Wahrmann, reicht eine Anfängerscheibe. Aber bitte eine aus dem Fachhandel, für 7 bis 13 Euro, betont er. Für Frisbee-Scheiben aus dem Spielzeuggeschäft hat er nur zwei Worte: "Vergiss es!"

"Macht richtig Spaß"

Die 12 Bahnen im Seepark Horstmar sind 58 bis 120 Meter lang und so ausgelegt, dass Anfänger dort auf den Geschmack kommen können. Genau das ist das Ziel von Wahrmann: Mehr Menschen für Frisbee-Golf begeistern. Bei Familie Wleklik hat er das geschafft: "Macht richtig Spaß", lautet ihr Urteil. Sie wollen wiederkommen.   An staunende Seepark-Besucher, die die schnellen Scheiben fliegen sehen, verteilen Wahrmann und Kollegen Handzettel mit der Einladung zur offiziellen Eröffnung. Am Samstag (13.10.) von 10 bis 18 Uhr gibt es viele Informationen rund um Frisbee-Golf, Demonstrationen und Workshops für Einsteiger.

Bahn mit Wasserhindernissen

Hartmut Wahrmann träumt schon davon, irgendwann einmal eine Deutsche Meisterschaft oder ein Turnier der "German Tour" in Lünen auszurichten. Dazu bräuchte es allerdings 18 Bahnen. "Platz genug ist im Seepark vorhanden. Dann baue ich richtig gemeine Bahnen, mit Wasserhindernissen", hat er sich vorgenommen.

  

Anzeige
Anzeige