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Unfallursache Mensch

LÜNEN Manchmal ist es nur ein gequetschter Finger, aber auch schwere Verletzungen oder gar tödlich Unfälle kommen immer wieder vor: In der Entsorgungsfirmen arbeitet es sich vergleichsweise gefährlich.

Unfallursache Mensch

<p>Die Ampel im Lippewerk soll möglichst immer grün, gleich unfallfrei, zeigen. Das wünschten sich gestern die Gastgeber Ludger Rethmann, Wolfgang Liese (2./3.v.l.) und Wolfgang Steinberg (2.v.r.) mit den anderen Partnern des Medienprojekts Arbeitssicherheit. Fiedler</p>

"Überrepräsentiert" sei die Branche bei der Unfallquote und somit "dringender Handlungsbedarf" gegeben gewesen, sagte Dr. Jörg Hedtmann, Leiter des Geschäftsbereichs Prävention bei der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen (BGF), gestern im Lippewerk.

Verhaltenshinweise

Dort zeigten sechs Kooperationspartner, dass man inzwischen gehandelt hat: Unternehmen, Berufsgenossenschaft, Unfallversicherung und Gewerkschaft haben das "Medienprojekt Arbeitssicherheit" auf die Beine gestellt. Auf CD-ROM, DVD sowie in Arbeitsmappen und Flyern erfahren Mitarbeiter, wie sie sich an ihren Arbeitsplätzen so verhalten, dass möglichst nichts passiert.

Denn menschliches Fehlverhalten gehört nun einmal laut Statistik zu Hauptunfallursachen. "Irgendwann ist man es leid, immer wieder die gleichen grausigen Details in den Unfallberichten zu lesen", nannte Dr. Hedtfeld ein Motiv für das Projekt.

Ein anderes hat mit den Kosten zu tun, die durch Unfälle entstehen. Ludger Rethmann, Remondis-Vorstandssprecher, nannte 25 Millionen Euro pro Jahr, die allein in seinem Unternehmen anfallen. Die Unfallzahlen bei Remondis seien zwar rückläufig, aber es gehe immer noch "um eine beträchtliche Zahl, an der zu arbeiten ist."

Das wollen die beteiligten Partner mit den Materialien des Medienprojekts tun. Wolfgang Liese, Leiter Unternehmenssicherheit bei Remondis, stellte mit seinem Kollegen Christoph Benning (Berliner Stadtreinigung) die Details vor. Insbesondere die Filmen führen Führungskräften, Sicherheitsbeauftragten, Betriebsräten und vor allem jedem Mitarbeiter selbst die möglichen Folgen von Fehlverhalten drastisch vor Augen.

Zwei Jahre Arbeit

"Zwei Jahre hat die Arbeit an dem Projekt gedauert", berichtete Wolfgang Steinberg, Vorstandsvorsitzender der BGF Fahrzeughaltungen und Konzernbetriebsratsvorsitzender der Rethmann-Gruppe. Gestern nun waren über 200 Gäste zur großen Projektpräsentation ins Lippewerk eingeladen.

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