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Generationsübergreifend

Wohnprojekt will Vereinsamung im Alter verhindern

LÜNEN Gemeinsam statt einsam wohnen, das ist das Ziel einer Gruppe von Menschen, die ein privates generationsübergreifendes Wohnprojekt in Lünen plant. Das Interesse scheint groß, wie das zweite Treffen bewies.

Wohnprojekt will Vereinsamung im Alter verhindern

Auf großes Interesse stieß am Samstag das 2. Treffen der Initiative „Gemeinsam Wohnen“ im Gesundheitshaus Lünen. Viele Ideen und Pläne wurden gesammelt. Foto Beuckelmann

Nach dem Gründungstreffen im Oktober hatte die neue Initiative am Samstag wieder ins Gesundheitshaus des Kreises Unna am Roggenmarkt eingeladen, um weitere vielversprechende Ideen zu sammeln. Es kamen zehn interessierte Menschen aus Dortmund und Lünen, darunter ein Ehepaar, dass sich informierte und zum gegenseitigen Gedankenaustausch beitrug. In einer Vorstellungsrunde wurden persönliche Ideen zum gemeinsamen generationsübergreifenden Wohnen vorgetragen. „Mein Leben kann sich noch mal ändern. Ich denke, dass das gemeinschaftliche Leben Anreize geben kann“, sagte eine Frau, die sich seit anderthalb Jahren mit den Gedanken über das Älterwerden beschäftigt.

„Wichtig ist, es möglichst früh zu machen, nicht erst, wenn man 70 ist“, ergänzte sie. Man bleibe lebendig, werde nicht starr im Alltag, betonte eine weitere interessierte Frau, Jahrgang 1941. Klaus Thielker, er hat 2007 einen Schlaganfall erlitten, interessierte sich ebenfalls für das geplante Wohnprojekt und sagte: „Ich habe kennen gelernt, was es heißt, wenn soziale Netze weg brechen.“ Gerne würde Klaus Thielker das Projekt mit anschieben und unterstützen.

Es sei erschreckend, mitanzusehen, wenn Damen zwischen 75 und 85 Jahren alleine und einsam in ihren großen Häusern sitzen würden, beklagte eine Lünerin, die ebenfalls am Projekt interessiert schien. „Ich finde das Alleinsein schlimm“, ergänzte die 57-Jährige und meinte, dass man auch noch mit 75 Jahren ein Stück mitgerissen werden könnte, um den Alltag sinnvoll zu gestalten. Ein geplantes Wohnprojekt sollte auf jeden Fall auch jüngere Menschen, sprich Familien mit Kindern, ansprechen, um einen Mix der Generationen zu erhalten.

Das Treffen machte deutlich, dass weitergehende Informationen und Erfahrungen gesammelt werden sollten, um konkrete Schritte in Richtung eines Wohnprojektes zu unternehmen. Betont wurde, dass die Initiative offen für alle Interessenten sei und weiter wachsen möchte.

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