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Wohnviertel nach Masterplan

LÜNEN Die Geist soll für heutige Bewohner attraktiv bleiben, für künftige attraktiv werden: Evonik will das Wohnviertel nach einem Masterplan langfristig entwickeln.

Wohnviertel nach Masterplan

Evonik-Häuser in der Virchowstraße: Ein Beispiel für eine bereits abgeschlossene Modernisierungs-Maßnahme.

„Wir sind vom Stadtteil mehr als überzeugt, wir glauben an die Geist“, sagt Norbert Haeser. Der Mann leitet das Kundencenter Lünen der Evonik Wohnen GmbH und repräsentiert damit den mit 1179 Wohneinheiten größten Immobilienbesitzer in der Geist.

Konkrete Maßnahmen

Der Glaube der Wohnungsgesellschaft an das Viertel, er soll sich in konkreten Maßnahmen ausdrücken. Im Bindemeer, wo die früheren Übergangswohnungen abgerissen wurden, plant Evonik neun Reihenhäuser als Bauträgermaßnahme. So sollen junge Leute in die Geist gelockt werden, denn Überalterung ist ein gewisses Problem. Die alten und teilweise seit Jahrzehnten treuen Mieter wolle man aber keineswegs aus dem Viertel drängen.

Altengerechte Wohnungen

 Im Gegenteil: Evonik will auch altengerechte Wohnungen errichten, damit Senioren der Geist möglichst lange treu bleiben können. Über einen Standort laufen Gespräche mit Politik und Verwaltung. Mietreihenhäuser sind ein weiteres Projekt. Dahinter steht die Idee, zwei Wohnungen in einem Gebäude zu modernisieren und anschließend als komplettes Haus zu vermieten.

Analyse des Bestandes

Konkrete und längerfristig geplante Maßnahmen hat Evonik in einem Masterplan für die Geist zusammengefasst. Er basiert auf einer Analyse des gesamten Wohnungsbestandes und entwirft Perspektiven für einen Zeitraum von 15 Jahren. „Wir wollen jetzt die richtigen Antworten für die Zukunft der Geist finden“, betont Haeser. Zu den Vorzügen des Viertels zählt er u.a. die in der Geist vorhandenen Geschäfte, die beiden Kindergärten, die Schule, die Einrichtungen der Kirchen oder das Jugendzentrum Stadtinsel.

Instandsetzungen

Der Wohnungsbestand ist in weiten Bereichen der Geist allerdings nicht mehr der jüngste. Hier sieht Evonik Handlungsbedarf. 80 Wohneinheiten wurden bereits 2006/2007 von Grund auf modernisiert und energetisch saniert. In 140 weiteren Wohneinheiten führte das Unternehmen größere Instandsetzungen durch. Für den Zeitraum 2008 bis 2010 steht die Modernisierung von 135 Wohneinheiten auf dem Programm. Der Masterplan sieht im Zeitraum 2007 bis 2010 Investitionen in Höhe von 5 bis 6 Millionen Euro vor. Bei einem Ortstermin der CDU Lünen-Mitte vor wenigen Wochen kritisierten Mieter u.a. fehlende Informationen seitens ihres Vermieters.

Kommunikation mit den Mietern

Dazu Norbert Haeser: „Wenn Modernisierungen bevorstehen, treten wir sofort in Kommunikation mit unseren Mietern ein. Es hat aber keinen Sinn, jetzt über einen eventuellen Abbruch in 15 Jahren zu reden. Wir wollen auf keinen Fall Ängste schüren.“ Dass auch Häuser abgerissen werden könnten, wenn eine Sanierung unwirtschaftlich wäre, gehört ebenfalls zum Masterplan. Die Kritik der Bewohner am ungepflegten Zustand des Spielplatzes Auf der Kiepe ist bei Evonik angekommen. Doch diesen Schuh will sich das Unternehmen nicht anziehen. „Der Spielplatz gehört uns nicht“, stellt Haeser klar.

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