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E-Ladesäule an Olfener Tankstelle

Eine von wenigen Strom-Zapfsäulen an Tankstellen

Olfen Bernd Rott hatte die erste E-Ladesäule aller Westfalen-Tankstellen. Der Tankstellenbetreiber ist damit ziemlich alleine. Denn genutzt wird das Angebot nicht so häufig. Warum der Olfener Geschäftsmann trotzdem darauf setzt.

Eine von wenigen Strom-Zapfsäulen an Tankstellen

Bernd Rott an der E-Zapfsäule. Foto: Foto: Sylvia vom Hofe

Bernd Rott schwimmt gegen den Trend – zum Glück, wie Yvonne Sieger, unsere E-Auto-Testerin aus Olfen, finden. „Wir tanken regelmäßig bei Rott am Ring“, sagt die zweifache Mutter. Tanken – damit meint sie Strom laden. Aber bei Tankstellen sucht man Ladesäulen meistens vergebens – anders bei Bernd Rott.

Auf dem Gelände der Westfalen-Tankstelle an der Schlosserstraße gibt es nicht nur Benzin, Diesel und Autogas, sondern auch Kraftstoff für Autos, die gar keinen Verbrennungsmotor haben und auch keinen Auspuff, aus dem Abgase gepustet würden. Unter „Luft und Wasser“ steht sie: die E-Ladesäule von Innogy.

Fünf bis sechs Tanker im Monat

Nicht gerade ein Publikumsmagnet, wie Rott sagt. Nur vereinzelt würden E-Autos auf den Hof der Westfalen-Tankstelle an der Schlosserstraße rollen, vielleicht fünf bis sechs im Monat. In den vergangenen knapp zwei Wochen habe sich das aber geändert – dank Familie Sieger. „Dieser Nissan Leaf mit Kölner Kenneichen ist mir aufgefallen“, sagt Bernd Rott.

Seit Dezember 2010 bietet der Tankstellenpächter Energie aus der Steckdose an. Während das Tanken mit Mineralölen in einigen Minuten erledigt ist, brauchen Stromer deutlich länger. Manchmal würden die Fahrer in der Tankstelle einen Kaffee trinken, sagt Rott, manchmal ließen sie auch das Auto zurück und kämen erst nach einigen Stunden zurück.

Verschiedene Bezahlmöglichkeiten

Und das Bezahlen? „Dazu braucht keiner zu mir in die Tankstelle zu kommen“, sagt Rott. Wer sein E-Auto spontan, ohne Vertrag laden möchte, kann via App über Kreditkarte oder Paypal bezahlen. Andere haben einen Vertrag mit dem Stromanbieter und bekommen monatlich eine Rechnung. Die Siegers brauchen gar nicht zu zahlen.

Bernd Rotts Tankstelle war die erste Westfalen-Tankstelle, die eine Stromzapfsäule erhalten hat. Inzwischen unterhält die Westfalen AG 30 – und außerdem seit 2016 sogar eine Wasserstofftankstelle in Münster für Autos mit Brennstoffzellentechnologie, bei denen ebenfalls keine Abgase entstehen, sondern nur Wasser.

Nur wenig E-Säulen an Tankstellen

Die Westfalen AG ist da eine Ausnahme. Tankstellenbetreiber verfügen zurzeit nur über rund zwei Prozent der rund 7.400 Ladestationen in Deutschland. Das haben Forscher der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus/Senftenberg und der Hochschule Magdeburg/Stendal in einer im Oktober 2016 veröffentlichten Studie für die Mittelständische Energiewirtschaft festgestellt.

Sie gehen davon aus, dass „durch eine zunehmende Untersetzung mit elektrisch oder hybrid-elektrisch betriebenen Fahrzeugen der Mineralölabsatz sinken“ werde. Ladestationen, insbesondere Schnellladestationen, seien daher künftig ein neues, ergänzendes Geschäftsmodell für Tankstellen.

Für Bernd Rott aus Olfen ist diese Zukunft schon Gegenwart.

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