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Funde eine Bereicherung

OLFEN Bürgermeister Josef Himmelmann zeigte gestern dem Bauausschuss eine Urne, die bei Grabungen an der Kökelsummer Straße gefunden wurde. "Dies ist wohl das älteste Bestattungsgefäß eines Olfeners."

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Funde eine Bereicherung

Ein erfahrener Baggerfahrer trug bei den Ausgrabungen vorsichtig den Mutterboden ab.

Denn die Archäologen schätzen die Urne auf 2700 Jahre alt. "Zuerst waren wir sicherlich auch geschockt, doch jetzt sehen wir die Funde als eine Chance an", so der Bürgermeister. Wie berichtet hatten Grabungen verschiedene Funde zu Tage gefördert.

Keine Altlasten, sondern Schätze

Die Archäologen gehen von einem großen Gräberfeld aus. "Wir wollen diesen Grabungen mit sehr viel Respekt begegnen." Denn man habe keine Altlasten, sondern Schätze gefunden. Nun müsse man entscheiden, wie damit umzugehen sei. "Sicher ist, der Standort des Naturbades ist nicht gefährdet." Man müsse aber dort, wo Bautätigkeiten in die Tiefe gingen, die Schätze bergen. "Die Archäologen sind keine Ausgraber, sondern sie wollen die Schätze im Boden schützen."

In Ruhe angehen

So müsse auch nicht der gesamte Bereich, wo man Funde vermutet, umgegraben werden. "Wir möchten die Angelegenheit in Ruhe angehen." So könne man durchaus durch Flächenoptimierung den für Grabungen in Frage kommenden Bereich verkleinern. Man müsse zudem auch mit dem Betreiber des geplanten Campingplatzes sprechen. Klar ist aber, die Grabungskosten fallen auf die Stadt Olfen zurück. "Man geht von acht bis zehn Euro pro m² aus."

Funde als Chance betrachten

Bei einem Hektar wären dies 100 000 Euro. "Zeitlich sieht es so aus, dass man für ein bis eineinhalb Hektar rund ein Jahr veranschlagt." Er sei der Meinung, man müsse diese Funde als Chance betrachten, auch wenn es eine zeitliche Verzögerung und Kosten gebe.. "Wir können die Geschichte aufarbeiten." Zudem könnten die Funde in Olfen bleiben und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden."

Eine Bereicherung

CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Kötter erklärte ebenfalls, man solle die Funde nicht als Belastung, sondern als eine Bereicherung verstehen. Der Ausschuss war so auch einstimmig der Meinung, die Verwaltung solle sich mit dem Thema befassen. Josef Himmelmann: "Ich denke, wir werden bei der Dezembersitzung einen Vorschlag unterbreiten."

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