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Harte Arbeit auf dem Feld

OLFEN Zuerst lässt Tim Weißmann die Schnecke rückwärts laufen. "Damit aktiviere ich die Magnete", erklärt er. Sobald die Detektoren Metall erkennen, stoppt die Maschine, damit nichts zerstört und niemand verletzt wird.

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Tim Weißmann hoch über dem Feld im Führerhaus seines Häckslers.

Auf dem Hof wird das Gras aus dem Hänger ins Silo gekippt.

Neben dem Häcksler fährt ein Trecker mit Anhänger, um das zerkleinerte Gras auszuladen.

Manchem Kollegen sind schon die Schneidemesser um die Ohren geflogen, weil verrückte Zeitgenossen Stahlteile ins Feld warfen.

Normalerweise passiert aber nichts, auch heute nicht. Es ist trocken. Die Sonne scheint. Ideales Wetter für die Grasernte. Tim Weißmann, Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Lohnunternehmens Brüse, thront im Führerhaus seines Häckslers. Nebenan, etwas tiefer, sitzt Markus Nikolaus im Trecker, dahinter ein Anhänger. Beide Fahrer verständigen sich mit Kopfnicken und rollen an, vor ihnen lange Reihen gemähten Grases.

Schnecke sammelt Gras ein

Über eine Schnecke (Pick-Up genannt) sammelt der Häcksler das Gras ein und befördert es in die Messertrommel. Dort wird es zerkleinert, wandert weiter in den Wurfbeschleuniger und wird durch ein langes Rohr in den nebenher fahrenden Anhänger geblasen. Der ist nach ein paar Minuten voll. Markus Nikolaus bringt seine Fuhre zurück zum Hof, doch der Häcksler hat keine Pause. Denn Landwirt Ludger Schulze Althoff, für den die Firma Brüse heute arbeitet, steht schon mit dem nächsten Traktor samt Hänger bereit. So ziehen sie Bahn um Bahn über die Felder.

40 Hektar bearbeitet

Begonnen haben sie um kurz nach 8 Uhr. Am Nachmittag sind rund 40 Hektar bearbeitet. "Früher wurde es bei Schulze Althoff an einem Tag schon mal eng mit der Zeit", sagt Tim Weißmann. Heute geht es viel schneller mit den großen Maschinen. Weißmanns Häcksler ist ein Claas-Jaguar, 500 PS stark, über 200 000 Euro teuer.

Auf dem Hof kippen die Treckerfahrer das Gras im Silo ab. Dort wird es verteilt und mit einer zehn Tonnen schweren Walze verdichtet. Die Luft muss raus aus dem Gras, sonst funktioniert der nächste Arbeitsschritt nicht. Denn nun werden Milchsäure-Bakterien zugesetzt und die Silage damit zu haltbarem Viehfutter vergoren.

Andere Messer für den Mais

Mit dem Gras ist es für Tim Weißmann vorbei, wenn die Maisernte beginnt. "Denn wir können die Maschine nicht mal so eben umbauen", sagt er. Zwei Tage dauert die Umrüstung. Andere Messer sind notwendig, um die harten Maiskörner zu zerkleinern. Sonst könnten die Kühe sie nicht verdauen. Bei der Maisernte nimmt der Häcksler die kompletten Pflanzen in acht Reihen gleichzeitig auf. "Ganz andere Mengen fallen dann an als beim Gras", so Weißmann.

Eines haben Gras- und Maissilage aber gemeinsam: Sie landen am Ende alle in dem Mägen der Kühe, des Jungviehs und der drei bis vier Bullen, die es in Olfen noch gibt.

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Tim Weißmann hoch über dem Feld im Führerhaus seines Häckslers.

Auf dem Hof wird das Gras aus dem Hänger ins Silo gekippt.

Neben dem Häcksler fährt ein Trecker mit Anhänger, um das zerkleinerte Gras auszuladen.

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