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Nach der Kettensäge folgt Blutspur zum Sarg

OLFEN Auf einmal schossen aus dem Gebüsch zwei schwarz gekleidete Jugendliche und rannten davon, was das Zeug hielt, verfolgt von einem Dritten mit laufender Kettensäge. "War das echt?", waren sich viele der Kinder, aber auch einige der Erwachsenen nicht mehr sicher, ob das zum Programm gehörte oder nicht.

Jette und Elena hatten schon ein bisschen Angst, obwohl sie vorher ganz cool von den Vorjahres-Erlebnissen berichteten. "Da gab es ein Skelett mit leuchtenden Augen. Einige Mädchen haben sich erschreckt, wir aber nicht." Doch das war nicht die einzige Überraschung, die die Messdiener den 185 Teilnehmern der Nachtwanderung boten. Um 21 Uhr startete die Gruppe unter Leitung von Maria Richter und dem Vorbereitungsteam der Stadtranderholung an der Wieschhof-Grundschule.

Eltern und Kinder hatten sich mit Knicklichtern oder Taschenlampen ausgestattet, die in der Helligkeit noch nicht zum Einsatz kamen. "Es heißt doch Nachtwanderung", meinten dazu Leon und Jan. Doch schnell brach die Dunkelheit an und im Bereich des Friedhofs wurde es schon richtig gruselig. "Was kommt als nächstes?", fragte sich so mancher nach dem Kettensägenauftritt. Auch Maria Richter war nicht eingeweiht und war gleichermaßen gespannt. Auf dem Steverauenweg war eine Spur aus Teelichtern gelegt.

Märchenerzählerin

Auf halber Strecke standen zwei rote Lichter. "Das ist ein Grab", flüsterten die Kinder sich zu. Dann erschien am rechten Wegesrand ein "Sarg". Gruselig dekoriert mit abgeschnittenen Händen und einer "Blutspur". "Ist doch nur Ketchup und die Hände sind Gummihandschuhe", wurde dieses Arrangement von einigen ganz klar durchschaut. Doch die jüngeren Kinder blieben lieber bei den Eltern. Von Wasserbomben attackiert ging es weiter, doch ein Netz mit "Händen" verwehrte den Durchgang.

Nach diesem "Schrecken" traf die Gruppe wohlbehalten am Pfarrgarten St. Vitus ein. Zur Stärkung gab es hier Würstchen im Brötchen und Getränke. Unter einer Eiche nahm zwischen brennenden Kandelabern Märchenerzählerin Ina Niehaus Platz. Die Kinder hingen an ihren Lippen, während sie die spannende Geschichte von Kelloglan und den Räubern und andere Märchen erzählte.

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