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Lippebrücke in Ahsen gesperrt

Neue Brücke genießt „oberste Priorität“

Olfen Was passiert mit der maroden und seit Mitte April komplett gesperrten Lippebrücke in Ahsen? Wer auf Antworten auf diese Frage in der Sitzung des Kreisbauausschusses am Mittwoch gehofft hatte, wurde enttäuscht.

Neue Brücke genießt „oberste Priorität“

Die Lippebrücke in Ahsen ist komplett gesperrt. Das sorgt für Ärger. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Foto: Foto Thomas Aschwer

Wie Kreispressesprecher Jochem Manz auf Anfrage unserer Redaktion erklärte, arbeitet die Kreisverwaltung in Recklinghausen in enger Abstimmung mit dem ebenfalls beteiligten Kreis Coesfeld „unter Hochdruck“ an einer Lösung. Alle zur Verfügung stehenden Optionen – ob Lippefähre, Seilbrücke, eine Ponton-Lösung, Sammel-Taxis etc. – würden nun auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft. Manz kündigte an, dass die Kreisverwaltung nach den Sommerferien Lösungsmöglichkeiten präsentieren will.

Spitzengespräch

So lange will man in Olfen jedoch nicht warten. Auf unsere Anfrage kündigte am Mittwoch Bürgermeister Wilhelm Sendermann für Ende Juni ein Spitzengespräch der Städte Olfen und Datteln mit Vertretern der beiden Kreisverwaltungen an. Ob sich die Stadt Olfen im Anschluss weiter öffentlich so ruhig wie bisher verhält, dürfte von den Ergebnissen abhängen.

In Datteln hat der Rat bereits eine Resolution verabschiedet. Darin heißt es: „Wir fordern deshalb, dass die Verbindung über die Lippe schnellstmöglich wiederhergestellt wird – beispielsweise mit einer provisorischen Brücke. Es ist den Bürgerinnen und Bürgern nicht zuzumuten, dass sie fünf oder acht Jahre auf einen Brückenneubau warten.

Ortsumgehung

Gleichzeitig erneuern wir unsere Forderung nach einer Ortsumgehung, die nicht nur die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Ahsen gewährleisten, sondern auch den dörflichen Charakter erhalten soll. In der Kreistagssitzung am Mittwoch hatte Dattelns Kreistagsmitglied Hans-Peter Müller (SPD) noch einmal auf die Bedeutung dieses wichtigen Zugangs ins Münsterland hingewiesen, insbesondere auch für den Radtourismus. Unter der Sperrung leiden auch Ahsens Geschäftsleute, weil es keinen Durchgangsverkehr mehr gibt und Umsatz fehlt.

Dinge entkoppeln

Nach Gesprächen mit der Bezirksregierung in Münster, so Manz, stehe fest, dass man die geplante Ortsumgehung und den Brückenneubau thematisch entkoppeln wolle. Die Brücke genieße oberste Priorität. Man wolle wegen der Bedeutung der Brücke nicht warten, bis die Umgehungsstraße planerisch fertig ist. „Das heißt aber nicht, dass wir die geplante Ortsumgehung hinten anstellen. Beide Verfahren werden parallel weiter vorangetrieben“, betonte der Pressesprecher.

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