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Olfen setzt sich für Bürgerversammlung in Vinnum zur Lippebrücke ein

Marode Lippebrücke

Der geplante Abriss und Neubau der Lippebrücke südlich von Vinnum bleibt ein spannendes Thema. Und führt wohl zu einem besonderen Heimspiel.

Vinnum

von Arndt Brede

, 12.07.2018
Olfen setzt sich für Bürgerversammlung in Vinnum zur Lippebrücke ein

Die Lippebrücke südlich von Vinnum ist marode und muss ersetzt werden. Wann, das steht noch nicht fest. Brede © Arndt Brede

Gut möglich, dass es eine weitere Bürgerversammlung zur Lippebrücke gibt. Und zwar dort, wo die Maßnahmen laufen sollen: in Vinnum.

Die Tatsache, dass die jüngste Versammlung, die die drei am Verfahren beteiligten Kreise Coesfeld, Recklinghausen und Unna in Datteln ausgerichtet hatten, lediglich 30 Zuhörer angezogen hat, ist CDU-Ratsmitglied Reinhard Ahmann sauer aufgestoßen.

In der Ratssitzung am Dienstagabend plädierte er dafür, eine solche Bürgerinformationsveranstaltung auch in Vinnum durchführen zu lassen, weil jene Versammlung sehr schlecht besucht worden sei. „Sämtliche Bürgerversammlungen oder Informationsveranstaltungen in Vinnum waren immer reichlich besucht. Das war jetzt in Datteln nicht der Fall.“

Die Bitte Ahmanns findet bei der Stadtspitze offene Ohren. „Solche Informationsveranstaltungen in Vinnum machen wir ja häufig und eigentlich ist im Restaurant Mutter Althoff immer der Saal voll“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Kreisverkehr an der Marienkirche planen

Wenn es so zu bewerten sei, wie es bei ihm ankomme, dass nämlich für eineinhalb Jahre die Verbindung ins Ruhrgebiet geschlossen sein wird, dass man sich dann fragen müsse, ob an der Straße zur Brücke ein Radweg angeschlossen wird und dass der Kreis Coesfeld in vorbereitenden Maßnahmen sei, an der Vinnumer Marienkirche einen Kreisverkehr zu planen, seien das doch sehr maßgebliche Entwicklungen, wo „Bürgerbeteiligung adäquat passieren sollte“. Er sei sicher, wenn die Stadt informiere, dass jene Maßnahmen bald in Vinnum passieren sollen, dass der Saal bei Muter Althoff voll sein werde. Sendermann versprach: „Wir werden uns in der zweiten Jahreshälfte darum kümmern und die Projektverantwortlichen dazu einladen.“

Darum geht es beim Projekt Lippebrücke:

Die alte Bogenbrücke aus Stahl weist massive Mängel auf. In Kürze wird die Statik der Brücke erneut überprüft.

Die jetzige Brücke soll an gleicher Stelle durch ein neues Bauwerk ersetzt werden.

Die Maßnahme werde sich über eineinhalb Jahre hinziehen, so die Planer.

Neben dem Ersatzbau der Lippebrücke ist auch die Erneuerung der darüber laufenden Kreisstraße (K2), die in schlechtem Zustand ist, geplant.

Das sind die bisherigen Planungen:

Aus der einspurigen Brücke mit Ampelanlage wird eine zweispurige.

Die Einschränkung von zwölf Tonnen für den Lkw-Verkehr wird aufgehoben.

Die Brücke wird breiter und länger, sie soll den Fluss bei Hochwasser nicht einengen.

Zudem erhält sie einen Radweg von 2,50 Meter Breite.

Die scharfe Straßenkurve soll moderat auf 50 Kilometer pro Stunde angepasst werden. Busch hofft auf eine einheitliche Geschwindigkeitsbegrenzung aller drei Kreise.
800 Meter neue Straße liegen auf dem Kreisgebiet Unna, 400 Meter auf Recklinghäuser Gebiet. Die Kosten für die Baumaßnahme sind auf 7,55 Millionen Euro veranschlagt, 4,7 Millionen davon für die neue Stahlbogen-Brücke. Der Planfeststellungsbeschluss soll schnell erfolgen.

Planer rechnen damit, dass in einem Jahr Baubeginn für die Maßnahmen ist.