Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Bestes Wetter

Kappesmarkt-Besucher strahlten mit der Sonne um die Wette

RAESFELD Das sommerliche Herbstwetter brachte auch die gute Laune in Fahrt: "Die Leute hier sind so klasse drauf", strahlten Günther und Agnes Sickenberg hinter ihren Drehorgeln, "seit zehn Jahren sind wir beim Kappesmarkt dabei, aber so ein tolles Wetterchen haben wir noch nie erlebt!"

Kappesmarkt-Besucher strahlten mit der Sonne um die Wette

Kati (l.) und Anna präsentierten die Spezialität der Partnergemeinde Vecses aus Ungarn: eingelegtes Gemüse.

Selbst „Fritzchen“, der dekorierte Kappeskopf aus Büderich, strahlte aus seinen Rosenkohlaugen und grinste mit breitem Paprikamund. Mit seinem „Skalp“ aus Eichblattsalat fiel er zwischen seinen Kohlbrüdern auf dem Hänger durchaus aus dem Rahmen. Vier bis sieben Kilo bringen die kapitalen Kappesköppe in diesem Jahr auf die Waage: „Deswegen nehmen wir pro Kopf 50 Cent mehr als im Vorjahr“, hatte Matthias Kuhlmann aus Büderich alle Hände voll zu tun, das schmackhafte Gemüse unter die Leute zu bringen.

Kappesmarkt

Am Wochenende findet der 28. Kappesmarkt statt.
Kati (l.) und Anna präsentierten die Spezialität der Partnergemeinde Vecses aus Ungarn: eingelegtes Gemüse.
De Nedse Dansers legten mit ihrem Holzschuhtanz eine kesse Sohle auf den Asphalt.
Bei sonnig-warmem Novemberwetter fanden viele Besucher den Weg zum Kappesmarkt nach Raesfeld.
Die Landjugend - hier Marcel Wobbe (l.) und Benedikt Kölking - raspelten, dass die Kohlfetzen flogen.
Klappern gehört zum Holzschuh-Handwerk.
Da bleibt kein Magen hungrig.
Die Raesfelder Burgmusikanten sorgten für den guten Ton.
Voll im Trend: die frittierte Kartoffelspirale am Spieß.
Wunderschöne Holzarbeiten wurden auf dem Markt angeboten.
Die Raesfelder Burgmusikanten sorgten für den guten Ton.
Ganz schön spitz, der Kohl!
Einlagen für gestresste Füße gefällig?
Aus Füssen im Allgäu reist Ronny Röttgers-Gensing  jedes Jahr mit seiner Frau zum Kappesmarkt nach Raesfeld. Dort kauft er Kappes,Kartoffeln und Zwiebeln ein, um die Gäste seiner Gaststätte "Jägerhaus" mit westfälischen Spezialitäten zu verwöhnen.
Anfassen erlaubt!
Für einen Schal-Kauf ist es nie zu warm.
Abseits des Rummels bieten Ruth Wynhoven (r.) und Rosemarie Grümer ihre Waren feil.
Ben (r.) und Nick sind stolz auf ihre Kaninchen.
Mit 9,2 Kilo bringt die Häsin (Weißer Riese) von Helmut Ostermann auf der Kaninchenschau im Jugendhaus das meiste Gewicht auf die Waage. Lena und Monique (r.) verteilen Streicheleinheiten.
Das hoheitliche-Trio: Kappeskönigin Bettina Breil aus Erle (l.) und Prinzessin Paola Stenert-Bröker aus Raesfeld nehmen die Kohlregentin Rieke Sachau aus Dithmarschen in ihre Mitte.
Ein neues Kleid fürs Püppchen gefällig?
Das Drehorgel -Duo Günther und Agnes Sickenberg aus Dülmen bereitet den Besuchern des Kappesmarktes schon seit vielen Jahren Freude.
Die singenden Küchenfrauen Ruth Alpert und Gisela Müllenberg verkaufen ihre selbst gemachten Waren für das Kinderhospiz Olpe.
Darf ich vorstellen: Kappeskopp Fritzchen!
Vier bis sieben Kilo bringen die prächtigen Weißkohlköpfe auf die Waage. Dafür kassiert Matthias Kuhlmann aus Büderich auch 50 Cent mehr pro Kopf als im vergangenen Jahr.
Rund ein Drittel der 1000 Wirsingköpfe auf dem Hänger hat Sven aus Büderich schon unter die Leute gebracht. Da ist eine Bratwurstpause durchaus angebracht.
Bei der Riesenauswahl an Wirsingköpfen fällt die Wahl schwer.
Mettwürstchen schmecken prima, zum Kappes, aber auch direkt aus der Hand.
Stutenkerle, frische Stutenkerle!!

Ob „Weißes Gold„ vom Niederrhein, Spitzkohl aus Schwaben oder dicke Rundköpfe aus dem hohen Norden – beim 27. Kappesmarkt rollten in Raesfeld wieder die Köpfe. Während die Raesfelder Landjugend im Takt der Burgmusikanten-Märsche den Weißkohl kurz und klein schnitzelte, um den Salat gegen eine Spende an hungrige Marktbesucher zu verteilen, boten Anna und Kati am Stand der ungarischen Partnergemeinde Vecsés eingelegtes Gemüse zur Verkostung an.

Danach ein Mettwürstchen auf der Hand, eine dampfende Kohlroulade auf dem Pappteller und frittierte Kartoffelscheiben am Spieß, und schon konnte man sich getrost der Auswahl des passenden Desserts widmen: Donutkringel oder Waffel? Ronny Röttgers-Gensing gönnte sich ein Kraut-belegte Dönertasche. Jedes Jahr reist der Wahl-Bayer aus Füssen im Allgäu zum Raesfelder Kappesmarkt, um Nachschub für seinen Gastronomiebetrieb, das „Jägerhaus“ in Füssen, zu besorgen: „Die Qualität der Münsterländer Produkte ist nicht zu toppen“, verwöhnt der Gastwirt seine bayrischen Gäste mit westfälischem Kappes, Kartoffeln und Zwiebeln – „und Korn von Böckenhoff!“ Rund 1, 5 Tonnen Lebensmittel hat er geladen, wenn er nach dem Kappesmarkt wieder in seine bayrische Heimat rollt. Hoppla – da schreitet ja das hoheitliche Dreigestirn durch das muntere Treiben: Kappeskönigin Bettina Breil und Prinzessin Paola Stenert-Bröker geben sich mit Kohlregentin Rieke Sachau aus Dithmarschen, dem größten Kohlanbaugebiet Europas, die Ehre.

Mit Charme und Fachverstand repräsentieren sie die Produktvielfalt ihrer Region. Vorbei an Ständen, die traditionelle Handwerkskunst, Schmuck und Schals, Kunst und Klamotten anbieten, führt der Weg ins Jugendhaus, wo der Verein W 102 Raesfeld traditionell zur Kaninchenschau einlädt: 371 fellige Vierpfoter hocken in ihren Käfigen, verrät Vereinsvorsitzender Andreas Müller. Mit 9,2 Kilo bringt die „weiße Riesin“ von Helmut Ostermann die meisten Pfunde auf die Waage. Auch die Junioren haben ihre Tiere ausgestellt. „Die sind so schön kuschelig“, streicheln Ben und Nick ihre unverkäuflichen Lieblinge, die gerne ´mal am Kohlkopf knabbern. Und davon gibt es beim Raesfelder Kappesmarkt wahrlich mehr als genug.

Anzeige
Anzeige