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Achterbahnfahrt auf der Schiene

SCHWERTE Weniger Züge nach Iserlohn im Jahr 2008. Wieder mehr möglichst ab 2009. Und später vielleicht sogar zusätzliche Express-Verbindungen. Zur Achterbahn wird der Fahrplan der Ardeybahn, weil der Zweckverband Ruhr-Lippe (ZRL) auf die Sparbremse treten muss.

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Achterbahnfahrt auf der Schiene

Seltener als bisher fahren die Regionalbahnen aus Dortmund ab Dezember weiter nach Iserlohn.

„Im Jahr 2008 haben wir den Tiefpunkt erreicht“, erklärt ZRL-Sprecher Uli Beele. Denn der Bund kürze die Mittel für den Bahnverkehr im Verbandsgebiet, die bislang rund 86 Millionen Euro ausmachen, um gut drei Prozent. Um diese Ausfälle aufzufangen, müssten „kleinere Kürzungen“ im Fahrplan vorgenommen werden.Rückkehr zum Stundentakt Für die Ardeybahn bedeutet dies ab Fahrplanwechsel im Dezember die Rückkehr zum Stundentakt von anno dazumal. Die Verstärkungszüge, die in den Hauptverkehrszeiten alle 30 Minuten eingeschoben wurden, verkehren nicht mehr. Diese Maßnahme hat der Rat mit dem neuen Nahverkehrsplan für den Kreis Unna mitgetragen. Dort heißt es, die Streichung sei „negativ zu bewerten, wäre aber, falls unabdingbar, aufgrund der vorhandenen Nachfragestrukturen und alternativer Busangebote noch hinnehmbar“.Einschränkungen wieder ausbügeln „Wir streben aber an, die Einschränkungen in Zukunft wieder auszubügeln“, kündigt Beele aber Besserung an. Bereits 2009 habe der ZRL wieder mehr Geld in der Kasse, weil die private Eurobahn das so genannte Hellwegnetz (Dortmund, Münster, Paderborn) übernimmt – und nach einer Ausschreibung für den ZRL preisgünstiger fährt als bislang die Deutsche Bahn.Einsatz von Expresszügen vorgeschlagen „Dann sehen wir wieder Licht im Tunnel“, so der Sprecher. In eine rosigere Bahn-Zukunft verweist er deshalb schon mit einem weiteren Nahverkehrsplan 2007 „Ruhr Lippe“, der dem Stadtrat aktuell vorliegt. Um der Ardeybahn Beine zu machen, wird darin sogar der Einsatz von Expresszügen zwischen Iserlohn, Schwerte und Dortmund vorgeschlagen. Damit sollen mehr Kunden zum Einsteigen in Richtung Iserlohn bewegt werden, wo die Auslastung der Triebwagen seit Jahren unverändert ist. Auf dem weiteren Abschnitt nach Dortmund konnten dagegen im Vergleich zu 1997 jährlich bereits rund 18 Prozent mehr Fahrkarten an den Kunden gebracht werden.

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