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Alles dicht in der Unterwelt

SCHWERTE Mit einem Lächeln schaut Jürgen Tekhaus in die Röhre. Alles ist dicht im Abwassernetz seiner Gemeinnützigen Wohnungsbau-Genossenschaft (GWG).

Alles dicht in der Unterwelt

Jürgen Tekhaus, Geschäftsführer der GWG, beobachtet auf dem Monitor die Kamerafahrt durch ein saniertes Kanalrohr in der Nettelbeckstraße.

Als wohl erster Betrieb in Schwerte – so stellt der Geschäftsführer nicht ohne Stolz fest – habe die GWG sämtliche eigenen Kanäle saniert. Sozusagen mit Brief und Siegel. Denn die „Dichtheitsbescheinigungen“ sind der Stadtentwässerungs-Gesellschaft (SEG) überreicht worden.Passend zur Unternehmensphilosphie „Das passt zu unserer Unternehmensphilosophie“, erinnert Geschäftsführer Tekhaus an die „hochwertige ökologische Ausrichtung“ seiner Neubauten mit Wärmedämmung und Regenwassernutzung. Die Kanalsanierung runde das Bemühen um eine sparsame Nutzung der Ressourcen ab. Fast 600000 Euro ließ sich die GWG das Projekt saubere Unterwelt kosten. Untersucht und repariert wurden nicht nur die Leitungen der 125 Häuser, die vor 1965 errichtet worden sind. Gleich mit erledigt wurden die Kanalaufgaben auch bei der Modernisierung der drei Wohnviertel Märkische Straße, Virchow-/Nettelbeckstraße und Schützenstraße.Kamera späht in jeden Winkel Überall ließ eine Fachfirma zunächst zur Begutachtung eine Spezialkamera durch die Röhren gleiten, die dank ihrer Lenkung durch ein „Kieler Stäbchen“ sogar in die Verästelungen spähen konnte. Anschließend wurden die Schäden, meist verursacht durch Baumwurzeln oder Absackungen, repariert. Oftmals genügte das Einziehen flexibler Schläuche, so genannter Inliner. Manchmal wurden aber auch Regenwasserkanäle unter den Häusern einfach stillgelegt und durch Rohre an den Kellerdecken ersetzt. Wohl das Einzige, was die Bewohner von der Umweltmaßnahme bemerken. Denn auf die Miete können die Aufwendungen nicht umgelegt werden. „Das sind normale Instandhaltungskosten“, erläutert Tekhaus.25 Prozent aller Gebäude sind untersucht Mit ihrem Projekt hat die GWG dazu beigetragen, Schwerte in Sachen Kanalsanierung zur Nummer eins im Lande zu machen. „Keine Stadt in NRW ist weiter“, freute sich SEG-Geschäftsführer Joachim Schulte. Inzwischen seien bei 25 Prozent aller Gebäude die Kanäle untersucht, bei 15 Prozent sogar schon saniert.

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