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mlzMöhnekatastrophe: Flutwelle verwüstete Altstadt von Schwerte

Als Oma in ihrem Zimmer ertrank

Als Oma in ihrem Zimmer ertrank

Jürgen Grewe vor dem Haus an der Mühlenstraße 22, in dem seine Oma Auguste ertrank. Foto: Foto: Reinhard Schmitz

Schwerte Nach der Bombardierung der Möhnetalsperre durch die Royal Airforce vor 75 Jahren stand die Altstadt von Schwerte meterhoch unter Wasser. Jürgen Grewe erzählt von seiner Oma, dem einzigen Schwerter Todesopfer.


Zur rettenden Treppe schaffte es die 78-Jährige nicht mehr. Es gab kein Entrinnen, als die Wassermassen das Erdgeschoss ihres Fachwerkhauses an der Mühlenstraße 22 fluteten. „Meine Oma Auguste Grewe ist am 17. Mai 1943 gestorben“, sagt Jürgen Grewe und zeigt auf ein schwarz-weißes Porträtfoto im Holzrahmen. Das einzige Erinnerungsstück, das von ihr geblieben ist. Im Mittelzimmer ihrer Wohnung ertrank die Seniorin, als das Wasser in Blitzesschnelle bis zu den Fensterbänken der ersten Etage anstieg. Ein englisches Fliegerkommando hatte in der Nacht die Stauermauer der bis zum Rand gefüllten Möhnetalsperre mit Spezialbomben zerstört. Durch eine 77 Meter breite und 22 Meter tiefe Bresche stürzte eine gewaltige Flut durch das Möhne- und dann das Ruhrtal herab. Gegen 5.15 Uhr erreichte sie die Ruhrstadt, wie Pfarrer i.R. Fritz-Günter Held in seiner Auswertung der Quellen berichtet.

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