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Betriebe werben Fachkräfte mit höherem Lohn ab

SCHWERTE Nicht jeder, der die Stufen zur Arbeitsagentur am Cavaplatz herauf stapfte, war gestern so „froh und glücklich“ wie Helge Kubat. Der Blick auf den aktuellen Arbeitsmarktbericht hatte den Geschäftsstellenleiter erfreut.

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 „Die Arbeitslosenquote ist im August von 9,1 auf 8,7 Prozent zurück gegangen“, konnte er verkünden. Damit hatten sich die Zahlen wieder deutlich besser entwickelt als im Juli, der durch das Auslaufen von Ausbildungsverhältnissen und Berufskolleg-Schuljahren geprägt worden war.

Schmerzgrenze unterschritten

„Das haben wir fast in Gänze aufgefangen“, verwies Kubat auf die Werte seiner unter 25-jährigen Kunden. Deren Zahl war nach dem vorübergehenden Anschwellen auf 222 wieder auf 199 Personen gesunken – und unterschritt damit erneut die Schwerter „Schmerzgrenze“ von 200.

Deutlicher Rückgang bei den Älteren

Einen weitaus deutlicheren Rückgang verbuchte der Geschäftsstellenleiter bei den älteren Arbeitslosen. Die Zahl der über 50-Jährigen ohne Job sank von 539 auf 510, die der über 55-Jährigen von 255 auf 234. Vor allem bei gut ausgebildeten Facharbeitern wie beispielsweise Drehern spielt das Alter bei der Einstellung eine immer geringere Rolle, wie die Arbeitsagentur feststellen konnte.

Wettbewerb um Auszubildende

Vom Fachkräftemangel mochte Kubat nicht reden; er formulierte die Entwicklung lieber positiv als Fachkräftebedarf: „Es gibt aktuell tatsächlich im Metall verarbeitenden und -produzierenden Bereich Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen.“ Deshalb komme es wieder häufiger vor, dass Arbeitskräfte mit der Aussicht auf einen höheren Stundenlohn abgeworben werden. So hat Lothar Stilleke, Bereichsleiter Markt und Intergration bei der Arge, festgestellt: „Ich prophezeie, dass irgendwann auch der Wettbewerb um die Auszubildenden losgeht.“

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