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Das Grau(en) einfach weg gemäht

SCHWERTE Der Rasen leuchtet schon wieder in sattem Grün. Kleingärtner Klaus Klingenberg vom Verein Amsel hat die graue Schlammschicht des Ruhr-Hochwassers einfach weg gemäht. Kartoffeln und Bohnen hat er aber nicht mehr retten können.

Das Grau(en) einfach weg gemäht

Kleingärtner Thadeus Stachowski trocknet die Schutzbezüge.

Während sich der Pegel der Ruhr wieder dem Normalwert nähert, ziehen die vom Hochwasser betroffenen Schwerter Bilanz. Bei den Campern in Garenfeld musste noch am Wochenende Wasser abgepumpt werden, insgesamt 1600 Liter pro Minute. Viele der Wohnwagen sind ruiniert, die Schäden am Haus der DLRG noch nicht absehbar. Das Entenrennen der Lebensretter, das ursprünglich am 15. September stattfinden sollte, wurde daher auf Samstag, 6. Oktober, verschoben.

Abwasserhebeanlage nicht zu retten

Im Restaurant Wellenbad geht der Betrieb seinen gewohnten Gang – obwohl das Hochwasser große Schäden hinterlassen hat, wie Besitzer Lars Weinhold berichtet. Die Abwasserhebeanlage konnte trotz des unermüdlichen Einsatzes der Feuerwehr nicht gerettet werden und wird jetzt ersetzt. Die Vorratsräume im Keller sind leer, der Fußboden muss noch trocknen. „Bevor wir alles zurück räumen, muss hier ganz gründlich gewischt werden“, betont Tochter Rosa Weinhold.

Kanuten putzen die Bootsräume

Beim Kanuverein sind die Aufräumarbeiten dagegen schon fast beendet. Am Wochenende putzten die Mitglieder gemeinsam Werkstatt, Heizungskeller und die Bootsräume. Die Heizung konnte vor den Fluten gerettet werden, nur Kühlschrank und Eisautomat haben das Hochwasser nicht überlebt. „Die Slalomstrecke müssen wir ebenfalls reparieren“, erzählt Bootshauswartin Gisela Becker. Das Wasser hätte alle Tore einfach weggerissen.

Wehr von den Anwohnern bestens versorgt

Bernd Schaumann, Leiter der Feuerwehr, zieht dennoch eine positive Bilanz der anstrengenden Tage. „Organisatorisch gibt es nur Positives zu berichten“, betont er. Die Ablöse der Löschgruppen hätte reibungslos funktioniert, seine Männer seien von den Anwohnern bestens versorgt worden, und die baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen der Stadt hätten gegriffen.

Auch Kleingärtner Klingenberg lässt sich nicht unterkriegen. „Wenigstens sind jetzt die Wühlmäuse weg“, sagt er schmunzelnd. 

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