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Die Eintracht zeigt Flagge

ERGSTE Auf fröhlichen Turnfesten flatterte die grüne Seide, bis sie im dunklen Versteck verschwand. Hinter sicherem Glas zeigt sich die Gründerfahne des Turnvereins „Grüne Eiche Bürenbruch“ jetzt wieder. Mustergültig restaurieren ließ die Sportgemeinschaft Eintracht Ergste das schmucke Erbstück, das an den jüngsten ihrer drei Vorgänger-Vereine erinnert.

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Die Eintracht zeigt Flagge

Fahnenträger Claus Winkler freut sich, dass die Gründerfahne des TV Grüne Eiche Bürenbruch jetzt auch restauriert werden konnte.

Wie frisch aufgestickt leuchtet das Wappen mit den vier „F“, aus denen eine Faust eine schwere Hantel in die Luft reckt. „Sie bedeuten: frisch, fromm, fröhlich, frei“, nennt Vorsitzender Klaus Niemann den Leitspruch von Turnvater Jahn wie aus der Pistole geschossen. Unter Garagendach entdeckt In bedauernswertem Zustand war die Fahne vor 15 Jahren bei Aufräumarbeiten unter dem Garagendach der Gaststätte „Brune am Knapp“ wieder aufgetaucht. Jahrelang hatte sie ein Mauerblümchen-Dasein in der Vereins-Geschäftsstelle gefristet, weil die Restaurierung unbezahlbar schien. „Die Handballabteilung, Nachfolger von Grüne Eiche, hatte nicht so viel Geld“, sagt Niemann. Angesichts der 2009 bevorstehenden 125-Jahr-Feier der Eintracht unternahm der Vorsitzende einen neuen, erfolgreichen Anlauf. Nach einjähriger Suche hatte er genug Sponsoren gefunden, um den 4700 Euro teuren Auftrag an die Restauratorin Sabine Heitmeyer-Löns in Havixbeck zu vergeben. In noch einmal sechsmonatiger Arbeit verschwanden die Stockflecken aus dem Tuch und wurden ausgefranste und durchgefaulte Stellen repariert.Hinter Glas zu bewundern Mit der Rückkehr des „Grüne Eiche“-Banners ist die Fahnensammlung der Eintracht wieder komplett. Das älteste Stück, das der 1884 gegründete Turnverein „Gut Heil“ aufzog, ziert schon lange die Geschäftsstelle. Im Sportlerheim am Waldstadion Bürenbruch ist außerdem die Flagge des Turnvereins Germania hinter Glas zu bewundern, der 1893 ins Leben gerufen wurde. Eine Kopie statt historischen Tuchs Der Wind zerrt an den historischen Tüchern natürlich längst nicht mehr. Bei regionalen und deutschen Turnfesten hält Claus Winkler stattdessen eine Kopie der ältesten „Gut Heil“-Fahne, die von der Ergster Seidenmalerin Ursula Lipps detailgetreu gestaltet worden ist. Bunte Bänder an ihrem Tragestock zeugen davon, dass der Vereins-Fahnenträger sie seit 1989 schon bei Festzügen im Olympiastadion München, in Hamburg oder Leipzig emporreckte. In Bochum sogar so hoch, dass sich die Spitze in der Straßenbahn-Oberleitung verhedderte. Zum Glück war der Strom vorsorglich abgeschaltet worden

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