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Ein gutes Jahr für Neuntöter

SCHWERTE Drei Wetterereignisse bestimmten bisher das Jahr der Natur: der außergewöhnlich trockene und warme April, der Orkan Kyrill und das August-Hochwasser.

Eine Bilanz zur Lage der Natur in der Schwerter Umgebung zog nun die Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz (AGON). Es war ein gutes Jahr für Eulen und Mäusebussarde, denn es gab reichlich Mäuse. Im Gegensatz zum Neuntöter kann sich dagegen der Bestand der Wasseramsel nicht erholen. Das warme Frühjahr lockte nicht nur die Flora, sondern auch Schmetterlinge früher hervor. Der beginnende Vogelzug bescherte dem Ruhrtal seltene Gäste.

Kyrill vertrieb etliche Vogelpaare Die auf Mäuse angewiesenen Greifvögel und Eulen hatten es im Gegensatz zum Vorjahr in dieser Brutsaison gut. Die Mäusebussarde hatten einen Bruterfolg von 1,55 Jungen je Paar, berichteten Siegfried Kolbe und Dieter Ackermann von der AGON. Das Ergebnis liege damit aber noch immer unter dem Durchschnitt. Durch den Orkan Kyrill mussten etliche Vogelpaare neu bauen oder wegziehen.

Rotmilane besonders hart getroffen 

Besonders hart traf es die Rotmilane. Von drei Paaren waren zwei verschwunden. Soweit es um illegale Verfolgung geht, hat die neue Stabsstelle Umweltkriminalität in Düsseldorf nochmals ein hartes Durchgreifen angekündigt.

„Die Schleiereulen profitierten vom Mäuseangebot“, freut sich Wolfgang Pitzer. So konnte der Rückgang des mäusearmen Vorjahres wenigstens zur Hälfte ausgeglichen werden.

Neuntöter in 21 Revieren

Besonders froh war Helmut Städtler über die günstige Entwicklung des Neuntöterbestandes. 21 Neuntöterreviere wurden im Untersuchungsgebiet festgestellt.

 

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