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Wasser fließt aus verwahrlostem Grundstück

Eisgletscher auf der Wandhofener Straße

Wandhofen Eine zentimeterdicke Eiskruste bedeckt seit einigen Tagen die Wandhofener Straße vor Haus Nr. 46. Mitarbeiter der SEG kratzten am Freitag die Eisschicht mühsam ab und begaben sich auf Ursachensuche.

Eisgletscher auf der Wandhofener Straße

Über die Wandhofener Straße floss Wasser aus dem Grundstück von Haus Nr. 46. In den vergangenen Tagen gefror es zu einer dicken Schicht und musste heute mühsam von der Stadtentwässerung entfernt werden. Foto: Bernd Paulitschke

Das Haus Nr. 46 steht seit Jahren leer, es gehört einer Firmengruppe aus Essen. Für den Wandhofener Gerd Waltenberg ist das Grundstück schon lange ein Ärgernis. Wiederholt hatte er die Stadt in der Vergangenheit auf herumliegenden Unrat wie Kühlschränke aber auch die starke Verschmutzung des Bürgersteiges durch herabfallende Nadeln hingewiesen. Anfang Februar griff er wieder zum Telefonhörer und rief beim Beschwerdemanagement der Stadt an. Vom Gelände des Hauses aus floss Wasser über die Straße.

Schacht leer gepumpt

Die Stadtentwässerung Schwerte (SEG) säuberte daraufhin den Gulli und pumpte den Schacht leer. Außerdem wurde der Grundstücksbesitzer über den Missstand informiert, hieß es am Freitag auf Nachfrage aus dem Beschwerdemanagement. Die Unternehmensgruppe wurde aufgefordert, sich um das Grundstück zu kümmern, denn mittlerweile hat sich dort ein Biotop gebildet, aus dem das Wasser austrat. Laut Aussage aus dem Beschwerdemanagement wurde ihm hierzu – wie üblich – eine sechswöchige Frist eingeräumt.

Doch durch den starken Frost der vergangenen Tage hatte sich die Situation zugespitzt. „Da hatte sich auf der Straße ein regelrechter Gletscher gebildet“, so Gerd Waltenberg. Am Donnerstag stellte die SEG zunächst Warnschilder auf und streute Salz – zunächst per Hand, dann per Streuwagen. Doch der harte Frost ließ die aufgetaute Eisoberfläche immer wieder neu gefrieren.

Gefahr für Fußgänger

„Vor allem helfen Fußgängern die Hinweisschilder auch nicht, wenn sie nicht ausweichen können“, ärgerte sich Gerd Waltenberg. Er habe einen Bekannten, der seine Frau mit dem Rollstuhl schieben müsse, und erhebliche Schwierigkeiten beim Überqueren der Eisdecke habe. Auch die Salzstreuung brachte das Eis nicht zum Schmelzen, führte eher zu noch dickeren Verkrustungen. Das erkannte auch die SEG und schickte am Freitagvormittag einen Radlader. „Wir haben uns beim Ortstermin kurzerhand entschlossen, das Eis erst einmal wegzunehmen“, so Markus Borchert von der SEG. Mit der breiten Schaufel und großer Vorsicht, um den Asphalt zu schonen, kratzte ein SEG-Mitarbeiter die gefrorene Kruste Schicht um Schicht ab. „Jetzt bauen wir auf wärmere Temperaturen, damit sich das akute Problem mit dem Eis erledigt“, so Borchert.

Die Ursache des Wassers auf der Straße müsse jedoch noch angegangen werden. Die Stadtwerke hätten Freitag nach einem möglichen Rohrbruch geschaut, so Borchert. Wurden jedoch nicht fündig. „Wir gehen davon aus, dass das Wasser tatsächlich aus den dahinter liegenden Feldern auf das Grundstück und weiter auf die Straße drückt“, so Borchert. „Wir haben dem Grundstückseigentümer einen Ortstermin angeboten, damit man gemeinsam nach einer Lösung suchen kann.“ Der zeigte sich allerdings in der Vergangenheit offenbar nicht sehr kommunikationsfreudig.

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