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Endstation in Kalthof

SCHWERTE „Der Maas-Wupper-Express nach Hamm fällt heute aus“, informierte die Frauenstimme aus dem Lautsprecher. Während des Bahnstreiks wurde die Verbindung Hamm-Venlo am Freitagmorgen nicht bedient.

Endstation in Kalthof

Wenn sie nicht wegen Server-Überlastung ausfiel, zeigte die Informationstafel in der Bahnhofshalle die Ausfälle und Verspätungen an.

Die Durchsagen interessierten den Kegelclub Speckerlusis herzlich wenig. Warum auch. Die acht Kegelbrüder und die eine Kegelschwester wollen in eine ganz andere Richtung. Zum Sambazug an die Mosel nach Dortmund. Und dahin fährt die Ardeybahn, wenn auch nur im Stundentakt.Triebwagen blockierte Bahnhof Iserlohn In der Gegenrichtung hieß es allerdings schon in Kalthof Endstation, weil ein bestreikter Triebwagen den Bahnhof Iserlohn blockierte. Komplett Totalausfall waren die Züge zwischen Hamm und Venlo. Ansonsten rollte der Schienenverkehr nach dem Notfallplan, den die Bahn vorsorglich für den ganzen Tag aufgestellt hatte. „Nur 15 Züge im ganzen Land haben ab 8 Uhr im Bahnhof angehalten“, wusste Bahnsprecher Gerd Felser: „2500 Züge sind bis zum Abend gefahren.“ Ohne Zuschlag Platz im ICE „Es geht“, berichtete auch Wolfgang Pitzer, der im Reisezentrum geduldig aus seinem dicken Stapel Ersatzfahrplänen Auskunft gab. Monika Pütter kam sogar freudig wieder aus der Glastür heraus. „Wir dürfen ohne Zuschlag den ICE nehmen“, verkündete sie ihrem Familienclan, schneller zum Kurztrip nach Berlin zu kommen. Eine völlig überraschende Erfahrung machte Alexandra Knop, als Berufspendlerin an Verspätungen und Ausfälle gewöhnt: „Heute wird gestreikt, und der Zug nach Unna kommt pünktlich.“ In den setzte auch Detlev Leubner seine Frau zur Reise nach Celle. „Das wird eine Tortur“, hoffte er, dass sich die Lage bald normalisieren würde.Taxifahrer merkten nichts vom Streik „Gar nichts gemerkt“ vom Lokführerstreik hatten Taxifahrer Karl-Heinz Scheffer und die meisten seiner Kollegen. Mit gerade einer Urlauberin eilte Volker Lemke zum Flughafen Dortmund, für 19 Sauerländer reichten André Sindern weder Wagen noch Preisangebot. „Diese Fahrgäste sehen wir nie wieder“, bediente Irfan Durdag ohnehin lieber seine Stammkunden. Diese sollten nicht wegen der Eintagsfliegen warten müssen, die schon heute wieder in die Bahn steigen.

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