Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Held der Bonsai-Casanovas

SCHWERTE Konrad Beikircher feiert nicht allein. Beim Fest auf den Wiesen, "Una festa sui prati", darf einer nicht fehlen. Sein Freund, älterer Bruder, Ratgeber und Trostspender: Adriano Celentano.

Anzeige
Held der Bonsai-Casanovas

Konrad Beikircher begeisterte beim Auftakt der Kleinkunstwochen.

Auch er steht, im Geiste, an diesem Zugabe-Abend auf der Bühne, mit dem die Schwerter Kleinkunstwochen 2007 am Freitag begannen.

Mit seinen Erinnerungen an die Jugend in Italien füllt Beikircher, Kabarettist aus dem Rheinland mit Wurzeln im Südtiroler Bruneck, die Lieder des großen Chansonniers Celentano mit Leben. Er entführt das Publikum zurück in die Jahre 1958 bis 1968. Und da geht's - wie sollte es anders sein? - um Liebe.

Schwindel erregendes Tempo

Beikircher plaudert, schwärmt, parliert in einem Tempo, das einem ganz schwindelig wird. Und auch was er erzählt, lässt die Knie weich werden.

Es geht um die Liebe, die ewig dauern soll und dann doch zerbricht, um Leidenschaft, Sehnsucht, Trennungs- und Weltschmerz und die vielen, vielen Facetten dazwischen.

"Klein-Konrad", der im zarten Alter von fünf Jahren sich gegen die Bonsai-Casanovas durchsetzt und "bis über beide Ohren verliebt" seine Angebetete Ruth Elcosta auf dem Holzroller zur Vorschule fährt.

Mit Gitarre und Kofferverstärker

Der Zwölfjährige, der leidet, als seine erste Jugendliebe zerbricht. Konrad mit 16, der mit Gitarre und Kofferverstärker in Bozener Kneipen großen Eindruck auf die Damenwelt macht.

Zu all dem hat Beikircher aus Celentanos Repertoire die passenden Songs parat, die er gekonnt und mit eigenem Stil ins Mikro singt - und für Nicht-Italiener erstmal in seinem ganz eigenen Stil übersetzt.

Begleitet wird er von den drei hervorragenden Musiker Matthias Raue (Geige, Bratsche, Mandoline), Martin Wagner (Akkordeon) und Hans Höhn (Kontrabass). Gemeinsam zaubern sie waschechten Rock and Roll auf die Bühne, wie bei "Pitagora", einem Song über den Zusammenhang des Lehrsatzes des Pythagoras und der Liebe.

Alle Hits im Gepäck

Sie spielen Tango, Cha-Cha-Cha, und zärtliche Balladen wie "Sei rimasta sola". Doch natürlich dürfen auch Celentanos bekannteste Hits nicht fehlen. "Una festa sui prati", "Il ragazzo della Via Gluck" und das zur Italien-Hymne schlechthin gewordene "Azzurro".

Ungewohnt leise beginnt Beikircher, um dann in übersprudelnder Weise die Zuschauer von den Sitzen zu holen. Also ließen die ihn auch nicht ohne Zugabe von der Bühne. jan

Anzeige
Anzeige