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Ihr Typ ist gefragt

WESTHOFEN Die Krankheit kam plötzlich, die Diagnose traf alle wie ein Hammerschlag. Nur zufällig entdeckten Ärzte bei Patrick aus Westhofen eine chronische Leukämie.

Ihr Typ ist gefragt

Patrick ist ein großer Fan der Iserlohn Roosters.

Ein gutes Jahr ist es her, dass sich der jetzt zehnjährige Patrick in der Schule an einer Gartentür stieß. Als die Schmerzen nicht besser, sondern immer schlimmer wurden, fuhren die Eltern mit ihrem Sohn noch in der Nacht in die Kinderklinik nach Hagen. Wenig später hatte die Familie Gewissheit: Ihr Sohn war an Leukämie erkrankt. Genauer gesagt an Chronisch Myeloischer Leukämie, einer bei Kindern extrem seltenen Form der Krankheit.Medikament hält Krankheit in Schach„Die Milz war dreifach vergrößert, die Leber auch, der Magen war winzig klein“, erinnert sich seine Mutter Claudia D. an die schrecklichen Stunden. Doch im Essener Klinikum, in das Patrick verlegt wurde, verbesserte sich sein Zustand schnell. Zurzeit nimmt Patrick ein Medikament, das die Krankheit in Schach hält. Er kann wieder in die Schule gehen und mit anderen Kinder spielen. Allerdings ist er oft müde und hat mit den Nebenwirkungen des Medikamentes zu kämpfen.Resistenz droht Wie lange dieses noch wirkt, weiß jedoch niemand. „Es könnte sich zum Beispiel eine Resistenz entwickeln“, erläutert Patricks Mutter. Dann würde er eine Stammzellentransplantation benötigen. Deshalb hat die Familie beschlossen, in Schwerte eine so genannte Typisierungsaktion durchzuführen. Am Sonntag, 21. Oktober, kann man sich in der Reichshofgrundschule in Schwerte typisieren lassen. Dabei wird den Spendern zunächst nur Blut abgenommen, das anschließend auf eventuelle Übereinstimmungen geprüft wird. Bürgermeister Heinrich Böckelühr hat die Schirmherrschaft übernommen. „Es kann jeden treffen“ Claudia D. hat sich selbst vor acht Jahren typisieren lassen – für einen Schüler aus Bergkamen. „Ich dachte, es kann ja jeden treffen“, sieht sie die Ironie des Schicksals. Aber man müsse lernen, mit der Krankheit zu leben. Kleine Holzfiguren stehen im Flur neben Fotos ihrer drei Kinder. „Hope“ (Hoffnung) steht auf dem Ballon, den ein kleiner Junge trägt. Die will auch die Familie erst zuletzt aufgeben.

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