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Gebühren für die Außengastronomie sind in Schwerte fair

Im Straßencafé kassiert die Stadt mit

SCHWERTE Bei schönem Wetter zieht es die Schwerter ins Straßencafé. In der Mittagspause, nach Feierabend, am Wochenende. Die Stadt ist stets dabei.

Im Straßencafé kassiert die Stadt mit

Auf dem Marktplatz kostet die Nutzung der Fläche die Gastronomen pro Quadratmeter im Monat 2,20 Euro. Foto: Berkenbusch

Sie hat im vorigen Jahr 8542,60 Euro eingenommen für Sondernutzungserlaubnisse. Ein sperriges Wort für die Lebensfreude, die Eiscafés und Kneipen an sonnigen Tagen verbreiten. 16 Gastronomen haben 2017 die Erlaubnis für die Nutzung öffentlicher Flächen gestellt. In diesem Jahr, so berichtet Stadtsprecher Alexander Nähle auf Anfrage, seien es bisher 14.

Das Aufstellen von Tischen und Stühlen auf öffentlicher Fläche kostet 2,20 Euro pro Quadratmeter im Monat. Dieser Betrag gelte für ganz Schwerte, erklärt Nähle. Das Dortmunder Stadtgebiet ist dagegen in drei unterschiedlich teure Zonen aufgeteilt.

Der Markt hat Vorrang

Sivita Karakus, die das Café Herrlich am Markt betreibt, findet den Schwerter Preis durchaus fair. Schließlich könne sie bei schönem Wetter durch das Freiluft-Geschäft ihre Einnahmen deutlich verbessern. Sie zahlt für ihre 18 Außen-Tische von April bis Oktober, egal, wie das Wetter ist. „Fürs Wetter kann ja niemand was, das ist mein Risiko“, erklärt die Gastronomin, die dennoch nicht ganz zufrieden ist. Denn sie muss für sieben Tage pro Woche bezahlen, obwohl sich die Außengastronomie an Markttagen einschränken muss. Sivita Karakus: „Jeden Dienstag und jeden Freitag räume ich am späten Nachmittag den größten Teil meiner Tische weg, damit der Markt genug Platz hat. Das ist die Bedingung der Stadt. Dabei wäre auch mit unseren Tischen genügend Platz auf dem Markt für alle“, wendet die Wirtin ein. Mit ihren Kollegen setzt sie auf das Auslaufen des Vertrages zwischen der Stadt und den Marktbetreibern und hofft, dass die Anliegen der Gastronomiebetriebe bei der Neufassung besser berücksichtigt werden.

Um 22 Uhr ist Schluss

Das Einhalten der Abstände zu den Marktständen ist nicht die einzige Auflage, die die Stadt an die Sondernutzungserlaubnis knüpft. Alexander Nähle zählt auf: „Zur Vermeidung von Schäden an Versorgungsleitungen dürfen keine Stangen, Stifte, Pflöcke etc. in den Boden eingeschlagen werden. Der Eingangsbereich der Geschäfte ist immer freizuhalten. Die Sondernutzung ist so einzurichten, dass ein Rettungsweg von mindestens 3,50 Meter Breite freigehalten wird. Die Stellflächen sind sauber zu halten. Der Fußgängerverkehr darf nicht behindert werden. Die Tische und Stühle sind so aufzustellen, dass der Lieferverkehr nicht behindert wird. Eine Restgehwegbreite von mindestens 1,20 Metern ist einzuhalten. Die Sperrzeit von 22 bis 6 Uhr ist ebenfalls einzuhalten. Zu dieser Zeit darf die Außengastronomie nicht betrieben werden.“

Bei Gaststätten, die eigenes Privatgelände für ihre Außengastronomie nutzen können, kann die Stadt selbstverständlich keine Gebühr kassieren.

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