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Immer weniger Polizeibeamte

SCHWERTE Fast doppelt so viele Pensionierungen wie Einstellungen. Die Landespolizei wird immer kleiner. Nicht erst seit die Schwerter Polizei am Sonntag wegen eines Einsatzes ihre Wache zusperren musste (RN berichteten), wird über den Personalmangel bei den Ordnungshütern diskutiert.

Immer weniger Polizeibeamte

Wegen Personalmangel schloss die Polizei am Sonntag die Türen ab.

„Das Thema ist unser Dauerbrenner“, betont Klaus Püngel von der Gewerkschaft der Polizei. Der Kreisgruppenvorsitzende aus Unna rechnet vor: „480 Neueinstellungen gab es im vergangenen Jahr landesweit, dem stehen rund 900 Abgänge gegenüber.“ Internet schafft neue Straftatbestände Die Aufgaben sind aber nicht weniger geworden. Allein das Internet schafft Straftatbestände, die es vorher gar nicht gab. Auch Gesetzesänderungen wie die Regelung, das schlagende Ehemänner aus der Wohnung verbannt werden können, bindet Personal. „Um so etwas umzusetzen, kann ein Streifenwagen schon mal über Stunden im Einsatz sein“, so Püngel.Personaldecke besonders am Wochenende dünn An einem Sonntagnachmittag in Schwerte wäre das der einzige Streifenwagen. Denn auch wenn die Ruhrstadt zu den vier Kommunen im Bereich der Kreispolizeibehörde gehört, die noch über rund um die Uhr besetzte Wachen verfügen, ist die Personaldecke gerade am Wochenende und nachts dünn. Eine Streifenwagenbesatzung und ein Kollege für den Innendienst, sieht der Plan vor.Zu wenig Bewerber Dass sich das bald ändern wird, ist unwahrscheinlich. Die Polizei plant zwar über 1000 Neueinstellungen, steht aber zunehmend vor dem Problem, zu wenig Bewerber zu haben. Und wegen der nach wie vor hohen Anforderungen braucht man von denen reichlich. Nur jeder sechste Kandidat ist erfahrungsgemäß den Standards gewachsen. Seit man landesweit auf Einstellungsberater verzichte und auf das Internet setze, gebe es weit weniger Bewerbungen, weiß Gewerkschafter Püngel.Qualifizierte Kräfte gesucht „Wir brauchen aber qualifizierte Kräfte“, betont Polizeisprecher Martin Volkmar. Deshalb soll bei der Kreispolizeibehörde jetzt wieder die Stelle eines Einstellungsberaters eingerichtet werden. Denn die Erfahrung zeige, auch wenn die Polizeiausbildung oft heimatfern erfolgt, die meisten Bewerber kehren später in heimatnahe Behörden zurück.  

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